Wetzikon kriegt nichts auf die Reihe
Enttäuschende Oberländer
Was für ein Rückschlag: Der EHC Wetzikon muss sich dem Erstliga-Elften Herisau 2:3 beugen.
Der EHC Wetzikon zog im Auswärtsspiel gegen den Erstliga-Zweitletzten SC Herisau einen rabenschwarzen Abend ein und verlor nach einer enttäuschenden Leistung mit 2:3 Toren.
Die Oberländer schienen den vermeintlich schwachen Gegner zu unterschätzen und gingen von Beginn weg nur halbherzig zur Sache. Sie machten ungewohnt viele individuelle Fehler, spielten zu ungenau und brachten auch sonst nicht viel auf die Reihe.
Dazu kam, dass die Herisauer stets an ihre Chance glaubten, ungemein kämpferisch auftraten ihr erst 19-jähriger Goalie Jan Meyer wohl den Match seines Lebens spielte und die Wetziker mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung brachte.
Die Besucher versuchten zu Beginn Druck zu machen, doch sie taten dies zu unkonzentriert. In der dritten Spielminute entwischte der Appenzeller Luan Malici und scheiterte gleich zwei Mal am glänzend reagierenden Goalie Justin Gianola.
Bald darauf nahmen die Gäste eine unnötige Strafe und Herisau kam mittels verdecktem Weitschuss im Powerplay zur 1:0-Führung. Den Gästen gelang dann in der 8. Minute die Reaktion mit einer herrlichen Kombination welche Felix Käser mit dem 1:1 abschloss. Mehr als ein leichtes Chancenplus brachten sie aber danach bis zur Pause nicht zu Stande.
Das Pulver schnell verschossen
Eine Steigerung der Wetziker blieb im mittleren Abschnitt aus. Zwar kamen sie noch zu einer 2:1- Führung durch Nils Berger in der 28. Minute, doch damit war das Pulver bereits verschossen. Sie liessen den Gegner unerklärlicherweise immer mehr aufkommen und mussten letztlich froh sein den knappen Vorsprung in die zweite Pause bringen zu können.
Die magere Darbietung der Oberländer nahm im letzten Abschnitt ihren Fortgang. In der 42. Minute kassierten sie den 2:2- Ausgleich und gerieten vier Minuten später gar 2:3 in Rückstand.
Trainer Christian Modes reagierte mit einem Time-out, welches zwar eine Leistungssteigerung zur Folge hatte, aber seine Spieler scheiterten noch und noch mit viel Pech aber auch einigem Unvermögen an dem sich mit Händen und Füssen wehrenden und überragenden Goalie Meyer im Herisauer Tor.
