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Einer zum Anfassen und nicht zum Anklicken

Angelo Chidichimo ist das Gesicht des FC Weisslingen. An der Gala des Fussballverbands der Region Zürich hatte er nun einen grossen Auftritt.

FCW-Funktionär Angelo Chidichimo im Gespräch mit Gala-Moderator Stefan Büsser.

Foto: Bruno Füchslin/FVRZ

Einer zum Anfassen und nicht zum Anklicken

Weisslinger Funktionär

Schon über 50 Jahre ist Angelo Chidichimo im FC Weisslingen – nun wurde er für sein Schaffen geehrt.

Ganz kurz ist sogar Angelo Chidichimo irritiert. «Wie fühlst du dich vor der Ehrung?», fragt ihn Moderator Stefan Büsser an der Gala des Fussballverbands der Region Zürich (FVRZ) nämlich bereits hinter der Bühne.

Kurz ins Grübeln gerät Chidichimo deshalb, weil bis anhin von den drei Nominierten jeweils nur einer zum «Ehrenamtlichen des Jahres» gewählt worden war. Das weiss er als regelmässiger Gast der Galas.

Von dieser gängigen Praxis ist der FVRZ nun bei der 20. Ausgabe vor rund 750 Leuten im Kongresshaus abgekommen. «Das ist eine schöne Geste», findet Chidichimo, der aufgrund seiner grossen Verdienste für den FC Weisslingen an diesem Abend im Rampenlicht steht.

Angelo Chidichimo vom FC Weisslingen (ganz links).
Die Ehrenamtlichen auf einen Blick (von links): der Weisslinger Angelo Chidichimo, Arnold Kunz (SV Höngg) und Marcel Spahni (FC Wollishofen).

Ein Vierteljahrhundert lang hat er bis 2021 den Oberländer Verein präsidiert. Und daneben noch nahezu jede erdenkliche Aufgabe im FCW ausgefüllt – ob als Tombola-Chef am Grümpelturnier, Juniorenobmann oder Trainer auf den verschiedensten Stufen. Er sei ein Präsident zum Anfassen und nicht zum Anklicken. Und «schlichtweg das Gesicht des FC Weisslingen», heisst es in der Laudatio.

Für den Verein ist es übrigens bereits der dritte grosse Auftritt an einer Gala. 2009 belegt er in der Verein-Fairplay-Wertung den ersten Platz. 2018 ist es dann Max Bosshard, der als «Schiedsrichter des Jahres» gefeiert wird.

Seit den C-Junioren im Klub

Angelo Chidichimo selbst, der jüngste ausgezeichnete Weisslinger, ist bereits seit 1972 im FCW. Als C-Junior schnürt er erstmals die Fussballschuhe. Jüngere Altersklassen gibt es zu dieser Zeit im FVRZ noch gar nicht. Nur einmal verlässt er später für ein Jahr den Verein – um sich beim FC Winterthur auf Stufe 2. Liga zu versuchen.

So hoch hinaus gehts mit dem FC Weisslingen in seiner Schaffenszeit nicht. Immerhin: Zuletzt spielten die Oberländer von 2014 bis 2021 in der 3. Liga. Zwischendurch stürzt die erste Mannschaft aber sogar einmal in die 5. Liga ab. In «Wislig» nimmt man solche sportliche Aufs und Abs unaufgeregt zur Kenntnis.

«Der FCW machte und macht an diesem Zirkus, auswärtige Spieler zu verpflichten, nicht mit. Wir haben schlichtweg weder Interesse noch Geld», ist das Credo von Chidichimo. Und daran hat sich auch nach seinem Rücktritt als Präsident vor zwei Jahren nichts geändert. In der laufenden Meisterschaft müssen die Weisslinger allerdings schauen, sich überhaupt in der 4. Liga halten zu können.

Chidichimo ist immer noch nahe dran am Geschehen – auch ohne Vorstandstätigkeit. Insbesondere die Spiele der ersten Mannschaft und der Senioren 30 plus, bei denen sein Sohn Alessandro mittut, versucht er wann immer möglich zu besuchen. Am Herzen liegt ihm ausserdem die Supportervereinigung. Für die Zukunft hofft der 62-Jährige, dass sich bezüglich Infrastruktur auf der Sportanlage Mettlen etwas tut.

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