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Wetzikon kann die Nonchalance ablegen

Es dauert für einmal bis ins dritte Drittel, ehe der EHC Wetzikon im Erstliga-Duell gegen Reinach Fahrt aufnimmt - und 5:1 gewinnt.

Auf und davon: Noel Siren (rechts) enteilt den Burgdorfern Leon Mosimann Alexander Lorenzetti.

Archivfoto: Robert Pfiffner

Wetzikon kann die Nonchalance ablegen

Erstligist braucht Anlauf

Martin Weber

Dem EHC Wetzikon tut sich in Reinach zunächst schwer. Nach einem Steigerungslauf gewinnen die Oberländer aber noch standesgemäss 5:1.

Im Auswärtsspiel gegen Reinach hatte der EHC Wetzikon erneut Startschwierigkeiten zu verzeichnen, steigerte sich aber im Lauf der Partie und siegte letztlich wiederum klar mit 5:1 Toren.

Vielleicht unterschätzten die Oberländer ihren Gegner aufgrund der schlechten Tabellenlage in der 1. Liga doch ein wenig. Trotz einiger namhafter Zuzüge aus der Swiss League und MHL liegen die Aargauer an viertletzter Stelle der Tabelle und haben bereits einen Trainerwechsel hinter sich.

Dieser brachte immerhin drei Siege in Serie, doch zuletzt verlor man in Luzern doch wieder, aber nur knapp mir 3:5 Toren.

Die Wetziker hätten also gewarnt sein sollen. Doch sie starteten nonchalant und unkonzentriert in die Partie und gerieten schon nach 75 Sekunden durch Marco Vogt in Rückstand.

Die Platzherren hatten danach lange Zeit eher mehr vom Spiel, schafften es aber nicht, den Vorsprung auszubauen. In der 16. Minute realisierte dann Felix Käser mit einem platzierten Schuss ins linke Toreck den 1:1-Ausgleich.

Das war ein Knorz im ersten Drittel.

Christian Modes, Trainer EHC Wetzikon

«Das war ein Knorz im ersten Drittel. Wir besprachen in der Pause, was wir besser machen müssen, und haben uns anschliessend in allen Belangen verbessert», sagte EHCW-Coach Christian Modes.

Der erwähnte Treffer war wichtig für die Gäste. Er war wie ein Weckruf und löste die Verkrampfung. Sie bauten nun Druck auf und nahmen diesen auch ins zweite Drittel mit. Es dauerte aber bis zur 27. Minute, ehe Pieroni einen Abpraller von Goalie Andrin Kunz zur 2:1-Führung verwerten konnte.

Weil sein Gegenüber Fabian Ryffel in der 35. Minute mit einem Big Save den sicher scheinenden Ausgleich verhindern konnte, blieb es bei diesem Resultat bis zur zweiten Pause.

Eine Schippe draufgelegt

Im letzten Abschnitt legten die Oberländer noch eine Schippe drauf, spielten schneller und wurden im Abschluss gefährlicher. Zudem führten sie die feinere Klinge als der Gegner und kamen nun zu weiteren Treffern. Sogar Topskorer Gian-Andrea Thöny, der einen nur mässigen Tag einzog, buchte in der 45. Minute seinen obligaten Treffer zum vorentscheidenden 3:1. Rubio Schir in der 52. und Ari Hochhäuser in der letzten Spielminute schraubten das Skore noch auf 5:1 hinauf.

Der Sieg der Gäste ist letztlich verdient, aber wohl ein bisschen zu hoch ausgefallen.

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