Die Ära Alfa Romeo endet mit einer weiteren Enttäuschung
Keine Punkte für Hinwiler Team
Auch der letzte GP unter dem Namen Alfa Romeo endete für Sauber enttäuschend. In Abu Dhabi resultierte ein Nuller, während Max Verstappen den 19. Saisonsieg holte.
Auch das letzte Rennen der Saison verlief für das Hinwiler Team Alfa Romeo enttäuschend. Der Chinese Zhou Guanyu und der Finne Valtteri Bottas beendeten die Ära «Alfa Romeo» bei Sauber mit den Plätzen 17 (Zhou) und 19 (Bottas). Schon in der Qualifikation vom Samstag hatten Bottas (18.) und Zhou (19.) diese Plätze belegt.
Zum 16. Mal in 22 Rennen blieb das Alfa Romeo-Team in Abu Dhabi ohne Punkte. In der Konstrukteurs-Wertung resultierte Platz 9 mit 16 Punkten. Vor einem Jahr belegte der Hinwiler Rennstall in der Teamwertung noch den 6. Platz mit 55 WM-Punkten.
Auch die Fahrer sind froh, dass die frustrierende Saison 2023 zu Ende ist. Zhou Guanyu und Valtteri Bottas, die auch nächste Saison das Fahrerduo bilden, sind sich einig, dass das Modell «C43» eine grosse Enttäuschung war.
Zhou: «Ich glaube daran, dass uns nächste Saison ein grosser Schritt gelingen wird. Wenn wir mit dem neuen Auto zwei, drei Zehntel pro Runde schneller sein können, spediert uns das vom Ende ins Mittelfeld des Feldes.»
Auch Valtteri Bottas verspricht sich viel vom Umbruch: «In Abu Dhabi sahen wir das Spiegelbild der gesamten Saison. Wir versuchten es mit unterschiedlichen Strategien und blieben mit beiden chancenlos. Das Auto war einfach nicht schnell genug.»

Ohne Pannen und doch Zweitletzter
Bottas ging mit einer Ein-Stop-Strategie in den letzten Grand Prix, stiess von Platz 18 auf Position 6 vor, beendete das Rennen ohne Pannen dennoch auf dem zweitletzten Platz. Zhou mit der Zwei-Stop-Strategie schaffte es nie in die Nähe der Punkteränge.
Klar ist: In Hinwil gibt es in den knapp 100 Tagen bis zum Start der neuen Saison viel zu tun. Schon vor Wochen wurde die neue Richtung eingeschlagen. James Key, der neue Technische Direktor, hat die Arbeit aufgenommen. Ab 2026 soll Sauber als Audi-Werksteam unterwegs sein, auch wenn der Enthusiasmus von Audi schon grösser gewesen sein soll als in den letzten Monaten.
Das Wort «Spannung» ist verschwunden
An der Spitze feierte Max Verstappen seinen 19. Saisonsieg. Der Niederländer, der seit langem als Weltmeister feststeht, setzte sich im Red Bull vor Charles Leclerc (Ferrari) und George Russell (Mercedes) durch. Einzig nach den Boxenstopps führte Verstappen zwischenzeitlich kurz nicht.
Nur 3 der 22 Grands Prix dieser Saison gewann der Weltmeister nicht. Über 1000 Runden lang führte er in dieser Saison. Ausfall? Fehlanzeige! Max Verstappen fuhr sämtliche 1323 Streckenrunden dieser Formel-1-Saison souverän zu Ende. Seine 19 GP-Siege bedeuten absoluten Formel-1-Rekord. Schon letzte Saison hatte Verstappen mit 15 Siegen den Rekord verbessert.
Seit Verstappen vor zwei Jahren in Abu Dhabi in einem verrückten und fragwürdigen WM-Finale in der letzten Runde Lewis Hamilton überholte und erstmals Weltmeister wurde, ist das Wort «Spannung» aus der Formel 1 verschwunden.
Spannend verlief höchstens der Kampf hinter Verstappen und Red Bull um die Plätze. Mercedes verteidigte in der Teamwertung den zweiten Platz hinter Red Bull vor Ferrari.
