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Selbst ihre Qualitäten aus dem Eishockey sind gefragt

Kaityln McGregor aus Ebmatingen ist der Start in die Weltcup-Saison geglückt – und fiebert einer besonderen WM entgegen.

Kaitlyn McGregor aus Ebmatingen.

Foto: Kevin Voigt

Selbst ihre Qualitäten aus dem Eishockey sind gefragt

Ebmatinger Eisschnellläuferin

Die Ebmatingerin Kaitlyn McGregor hat einen starken Saisonstart hingelegt – und fiebert einer besonderen WM entgegen.

Kaitlyn McGregor hat intensive Wochen hinter sich. Gleich zum Saisonauftakt ging es im Weltcup innert kurzer Frist zuerst nach Obihiro (JAP) und nach Peking.

Auf derselben chinesischen Eisbahn, wo im Februar 2022 die Rennen an den Olympischen Spielen stattgefunden hatten – allerdings ohne die Ebmatingerin.

Das einstige Ausnahmetalent steht nach einer mehrjährigen Auszeit erst seit 2019 wieder regelmässig auf dem Eis – und ist doch schnell zur Leaderin im Schweizer Team gewachsen.

Dies zeigt sich in Japan im Teampursuit-Rennen, wo das Frauen-Trio mit Ramona Härdi, Jasmin Güntert und McGregor den sechsten Rang erläuft – und mehrere starke Nationen hinter sich lässt. «Es war wohl der beste Lauf eines Schweizer Teams», schwärmt Jan Caflisch, der Chef Kommission Speed bei Swiss Ice Skating. McGregor hat dabei als stärkste Läuferin auf der hintersten Position eine Schlüsselrolle inne.

Es ist ein Resultat, das gerade mit Blick auf Olympia 2026 Zuversicht gibt. McGregor hatte die Qualifikation mit der Staffel ohnehin gleich nach ihrem Comeback als grosses Ziel definiert. «Als Einzelkämpferin wäre ich nie zurückgekommen.»

Fortschritte im Massenstart

Die 29-Jährige bestätigt bei den Weltcups in Asien zudem, dass mit ihr über die Einzel-Distanzen zu rechnen ist. Allen voran über 1500 m. Und beim Rennen mit Massenstart, wo sie die Plätze 6 und 7 belegt. McGregor sagt dazu: «Ich fühle mich in dieser Disziplin immer wohler.»

Dies sehr zur Freude von Caflisch. «Kaitlyn ist als ehemalige Eishockeyspielerin dafür prädestiniert», ist für ihn klar. Viel hektischer geht es dort aufgrund der steten Positionskämpfe zu und her. «Damit muss man erst lernen umzugehen», weiss Caflisch. McGregor gelingt dies offenbar immer besser, sodass der derzeitige vierte Gesamtrang die logische Folge ist.

In den klassischen Einzeldisziplinen stechen bei ihr die Leistungen über 1500 m hervor, wo sie durch die Weltcup-Ränge 15 und 16 weiterhin in der A-Division mit den schnellsten 20 Läuferinnen verbleibt. Noch nicht so weit ist McGregor über die restlichen Distanzen, mit Klassierungen im Mittelfeld der B-Division.

Reich befrachteter Kalender

Zurück am heimischen Trainingsstützpunkt in Inzell (GER) sagt sie: «Es ist in Asien unerwartet gut gelaufen.» Ihren Fokus richtet McGregor nun auf die nächsten Weltcups im Dezember, die in Stavanger (NOR) und Tomaszow (POL) stattfinden. Vor Ort sein wird dort auch Trainer Kalon Dobbin, der die ersten Wettkämpfe noch aus Oberbayern mitverfolgte.

Es sind nur die nächsten Etappen in einem reich befrachteten Wettkampf-Kalender mit EM und WM und einer Allround-Weltmeisterschaft. Und McGregor hat nur schon aufgrund der Ergebnisse in den ersten Weltcups gute Karten, sich in allen Titelkämpfen jeweils in mehreren Disziplinen zu qualifizieren.

Eine Herausforderung für sie ist gerade die finale Allround-WM vom März, bei der in den Rennen über mehrere Distanzen die «kompletteste Eisschnellläuferin» ermittelt wird. Sie zählt zwar im Bezug einer möglichen Olympia-Qualifikation nicht, hat aber gerade bei führenden Nationen wie Holland und Norwegen einen hohen Stellenwert. Für McGregor selbst kommt ein zusätzlicher Reizfaktor dazu. Die WM findet in Inzell statt, wo sie lebt und trainiert.

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