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In Las Vegas war Bottas der Pechvogel des Tages

In der Stadt des Glücksspiels hatte das Hinwiler Sauber-Team gute Karten – und dann kam die erste Kurve.

Valtteri Bottas musste in Las Vegas früh die Box ansteuern.

Foto: Keystone

In Las Vegas war Bottas der Pechvogel des Tages

Glückloser Sauber-Pilot

Der erste GP von Las Vegas brachte dem Hinwiler Team Alfa Romeo keine Punkte – obwohl ein Top-Ten-Resultat möglich schien. Aber nur bis zur ersten Kurve.

Er hätte eigentlich Punkte holen wollen für das Hinwiler Team Alfa Romeo, aber am Ende war er der Pechvogel des Tages. Als Valtteri Bottas im GP von Las Vegas über die Ziellinie fuhr, war er 17. und Letzter, 34 Sekunden hinter dem Rest des Feldes. Am Funk war er wortkarg: «Kein Glück, kein Grip», sagte der Finne mit gedämpfter Stimme.

Das Rennwochenende in Las Vegas hatte für den von der Hinwiler Sauber Motorsport AG geführten Rennstall eigentlich verheissungsvoll begonnen. In der Stadt des Glücksspiels tauchte Alfa Romeo mit einer Sonderbemalung auf – und schien zuerst tatsächlich gute Karten zu haben.

Bottas fuhr im Qualifying zum erst fünften Mal in dieser Saison in die Top Ten. Vom 7. Startplatz aus waren Punkte ein realistisches Ziel. Doch dann war das Rennen für Bottas schon in der ersten Kurve der ersten Runde quasi zu Ende – ohne dass er irgendetwas dafür konnte. Vor ihm drehte sich der Aston Martin von Fernando Alonso. Bottas fehlte die Zeit und der Platz für ein Ausweichmanöver, die Autos kollidierten, und zusätzlich fuhr Sergio Perez im Red Bull dem Finnen ins Heck.

Zwar konnte Bottas nach einem Boxenstopp weiterfahren und kämpfte sich auch dank einem Safety Car in den Pulk zurück. Offenbar war an seinem Auto zu wenig kaputt um aufzugeben, aber zu viel um mithalten zu können. Eine wirkliche Chance auf ein Erfolgserlebnis hatte er nicht mehr.

Die Konkurrenz punktete auch nicht

Chancenlos war auch der von Platz 17 aus gestartete Teamkollege Zhou Guanyu. Er probierte es mit einer Einstopp-Strategie, fuhr zeitweise in den Punkterängen und nutzte für seinen einzigen Boxenhalt die zweite Safety-Car-Phase. Seine Reifen bauten aber zu stark ab und er wurde nach hinten durchgereicht – am Ende blieb dem Chinesen nur der 15. Rang.

Einzige positive Nachricht für Sauber am Sonntag: Auch die direkte Konkurrenz punktete nicht. Die Hinwiler sind weiterhin auf dem zweitletzten WM-Rang; vier Punkte vor Haas und fünf Zähler hinter Alpha Tauri.

Verstappen zieht mit Vettel gleich

An der Spitze gelang es Charles Leclerc im Ferrari nicht, seine Pole Position auch in einen Triumph zu verwandeln. Der Monegasse fuhr zwar ein beherztes Rennen und hatte lange eine reelle Siegchance. Doch am Ende setzte sich Weltmeister Max Verstappen im Red Bull durch und gewann seinen 53. GP. Damit zog er nach Siegen mit Sebastian Vettel gleich.

Nur noch Lewis Hamilton (103 Erfolge) und Michael Schumacher (91) stehen in der Statistik vor dem Niederländer, der sich auch von einer Fünf-Sekunden-Strafe nicht aus dem Konzept bringen liess. Kassiert hatte er sie für sein Überholmanöver gegen Leclerc in der ersten Kurve, als er den Monegassen nach Ansicht der Kommissare von der Strecke drängte.

Leclerc lieferte sich später einen packenden Dreikampf mit Verstappen und dessen Teamkollegen Sergio Pérez, der sich vom 11. Startplatz aus an die Spitze vor kämpfte. In der Schlussphase schien alles auf einen Red-Bull-Doppelsieg hinauszulaufen, bis Leclerc in der letzten Runde doch noch einmal konterte und sich den 2. Platz sicherte.

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