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Diese Teams sind in der Vorrunde aufgefallen

Welches erfolgreiche Zweitliga-Team aus der Region ist so alt wie kein anderes? Und: Wer tut sich auf der eigenen neuen Sportanlage schwer. Eine Rundschau vor der Winterpause.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Hinwils Luca Nünlist kommt gegen den Wetziker Timone Marques zu spät.

Archivfoto: Christian Merz

Diese Teams sind in der Vorrunde aufgefallen

Oberländer Regionalfussball

Welches erfolgreiche Zweitliga-Team aus der Region ist so alt wie kein anderes? Und: Wer tut sich auf der eigenen neuen Sportanlage schwer? Eine Rundschau vor der Winterpause.

Die lauffreudigen Alten

«Oldies, but goldies», so wird zuweilen das Programm im Radio angekündigt, wenn Hits aus früheren Zeiten gespielt werden. Unter diesem Motto könnte auch der FC Gossau auflaufen. In jedem Spiel war das Durchschnittsalter der Oberländer Startelf zwischen 28 und 30 Jahre. Und trotzdem scheinen die «alten Männer» noch immer gut zu Fuss. Das routinierteste Team der Zweitliga-Gruppe 2 ist auf Platz 4 weit vor Rüti und Greifensee klassiert. Und der Abstand zur Spitze beträgt nur drei Punkte.

Der Hilferuf des Captains

Wie soll das nur weitergehen mit dem FC Rüti? Diese Frage muss man sich nach dem Debakel vom Donnerstagabend gegen Wiesendangen (1:7) stellen. Der FCR ist damit nicht nur seit sieben Spielen sieglos – er überwintert auf einem Abstiegsrang. Auffällig auch: Die einstige Spektakeltruppe hat nun sogar ihre bekannte Treffsicherheit verloren. Taulant Syla, langjähriger Captain und offensive Lebensversicherung, schlug schon vor Wochen Alarm. «Die Tabelle lügt nicht. Sie ist das Spiegelbild unserer Leistungen.» Geändert hat sich seither aber nichts. Und selbst ein Abgang des Ur-Rütners scheint unter diesen Gegebenheiten nicht mehr unrealistisch.

Der selbstbewusste Prophet

«Ich bin überzeugt davon, dass wir ohne Niederlage bleiben», sagte Zahir Idrizi, Trainer bei Brüttisellen-Dietlikon, bereits im Oktober selbstbewusst. Er sollte recht behalten. Tatsächlich ist der Drittligist bei Halbzeit der einzige ungeschlagene Zweit- und Drittligst aus der Region. Nur: Der FCB überwintert trotzdem «nur» auf Platz 3. Der Grund dafür sind fünf Unentschieden. Einsame Spitze ist dafür Antonio Kaba Mangrei. Kein Spieler traf so häufig wie der 18-fache Torschütze von Brüttisellen.

Brüttiseller Jubel
Brüttisellens Antonio Kaba Mangrei lässt sich bei einem seiner 18 Treffer von den Teamkollegen feiern.

Das missglückte Comeback

Trainerwechsel während der Saison scheinen in der Region offenbar etwas ausser Mode geraten zu sein. Selbst wenn sich einige Oberländer Teams in akuter Abstiegsgefahr befinden. Und dann ist es doch noch passiert. Vor dem letzten Spiel übernimmt beim FC Effretikon mit Marcel Erismann ein altbekanntes Gesicht. Er tritt die Nachfolge von Gürkan Sentürk an, der dem Ruf des Zweitligisten Witikon gefolgt ist. Erismann war schon einmal von 2010 bis 2014 Trainer des Fanionteams. Zum Abschied musste er damals mit dem FCE in die 3. Liga absteigen. Auf dieser Stufe ist dem Rückkehrer das Debüt nun gründlich missglückt. Gleich zum Auftakt gibt es ein 0:3 gegen Embrach. Es ist für die Effretiker die dritte Niederlage in Folge, sodass sie den Anschluss zu den Spitzenteams der Gruppe 4 verloren haben.

Der unwissende Aufsteiger

Die jüngste Niederlage gegen Wald trübt das Gesamtbild nicht. Fehraltorf ist die positive Überraschung in der Drittliga-Gruppe 6. Nach einem holprigen Start reihte der Aufsteiger zwischenzeitlich sechs Siege am Stück. Trainer und Ex-Profi Adrian Nikci ist dies fast unheimlich: «Wir wussten ja gar nicht so recht, was auf uns zukommt.» Wie auch immer: Am Sonntag gibt es für den FCF im Nachtragsspiel in Männedorf noch eine Gelegenheit, die Bilanz aufzupolieren.

Der Fluch vom Hüssenbüel

Eine neue Sportanlage inklusive modernster Anzeigetafel: Dies scheint die jungen Drittliga-Fussballer des FC Hinwil seit der Einweihung im Juni eher zu hemmen, als zu beflügeln. Sämtliche Partien gingen seither auf dem Hüssenbüel verloren – ob Test-, Cup- oder Meisterschaftsspiel. Ein alter Trainerfuchs wie Jürg Stücheli (59) lässt sich dadurch aber nicht beirren. So meinte er unlängst nach der klaren Heimpleite gegen Wetzikon: «In der Ruhe liegt die Kraft.» Spätestens im Frühling sollte es also endlich klappen.

Der harmlose Aufsteiger

Gross war im Sommer die Freude nach der Rückkehr in die 3. Liga. Erstmals seit zwölf Jahren spielt Kollbrunn-Rikon wieder auf dieser Stufe. Nur: Nach der Vorrunde liegt der Neuling mit drei Punkten am Tabellenende. Nie erzielte er mehr als ein Tor in einer Partie. Sechs magere Treffer stehen insgesamt auf der Habenseite. Unter diesen Voraussetzungen wird der Kampf um den Klassenerhalt zur eigentlichen Mammutaufgabe.

Die aufstrebenden Viertligisten

Einen Oberländer Aufsteiger in die 3. Liga gibt es ohnehin. Das ist insofern sakrosankt, weil in der Gruppe 9 sämtliche elf Teams aus der Region kommen. Die besten Karten hat nach der Hinrunde Leader Uster 2, gefolgt von den Hinwiler Reserven und Mönchaltorf. Derselbe Sprung ist zudem für Maur und Kempttal (Gruppe 7) sowie Fällanden und Egg (Gruppe 8) möglich.

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