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Vom Alptraumstart zur Traumserie

Der FC Fehraltorf gehört zu den positiven Überraschungen der 3. Liga. Dabei stimmte anfangs vieles körperlich und taktisch so gar nicht.

Der Fehraltorfer Howsoon Rahman im Zweikampf mit Stefan Juric vom FC Wald.

Foto: Christian Merz

Vom Alptraumstart zur Traumserie

Dem FC Fehraltorf läuft es

Trotz der Niederlage gegen Wald: Der FC Fehraltorf hält sich als Aufsteiger überraschend gut in der 3. Liga. Und das nach einem verheerenden Saisonstart.

Die Drittliga-Gruppe 6 wird oft als Oberland-Gruppe bezeichnet. Doch derzeit steht mit dem FC Stäfa ein Team vom See an der Spitze. Und dahinter mischt eine Equipe an der Spitze der Verfolgergruppe mit, mit der man nicht unbedingt rechnen konnte: der FC Fehraltorf.

Dem Aufsteiger läuft es erstaunlich gut. Sechs Siege reihte er aneinander, ehe die Equipe am Sonntag wieder einmal als Verlierer vom Platz musste. Das Heimspiel gegen den FC Wald verloren die Fehraltorfer 0:1 – das einzige Tor der Partie erzielte Patrik Juric schon in der 6. Minute.

«Wir haben die Startphase verschlafen», sagt FCF-Trainer Adrian Nikci. «Danach war es ein Spiel auf Augenhöhe.» Doch die Fehraltorfer erspielten sich nicht viele wirklich gute Chancen auf den Ausgleich, während Wald die Führung durchaus hätte ausbauen können.

Fehraltorfs Endrit Selimi gegen Walds Alex Messina
Hier setzt sich der Fehraltorfer Endrit Selimi zwar trotz Grätsche des Walders Alex Messina durch, doch am Ende verlor der FCF nach sechs Siegen in Serie erstmals wieder.

Darum ging die schöne Serie Fehraltorfs zu Ende – doch Nikci nimmt das gelassen. Denn auch wenn Wald dank diesem Sieg an den Fehraltorfern vorbeizog und nun die beste Oberländer Equipe in der Gruppe 6 ist: Zufrieden können die Fehraltorfer bisher mit ihrer Saison durchaus sein. Denn sie haben auch sich selber überrascht: «Wir hatten keine grossen Erwartungen», sagt Ex-Profi Nikci. «Wir wussten ja gar nicht so recht, was auf uns zukommt.»

Der Anfang war dann heftig. Nach drei Meisterschaftsspielen standen die Fehraltorfer noch ohne Punkte und mit einem Torverhältnis von 0:8 da. «Körperlich und taktisch stimmte es da bei uns noch nicht», sagt Nikci.

Das Erfolgsgeheimnis war es, in dieser Situation ruhig zu bleiben und daraus die richtigen Lehren zu ziehen. «Wir mussten uns erst finden, mussten Erfahrungen sammeln und daraus lernen.»

Cool geblieben und zusammengewachsen

Die Fortschritte zeigten sich bald. Fehraltorf setzte nach dem Alptraumstart zur Traumserie mit sechs Siegen in Folge an. «Wir haben noch intensiver trainiert und sind zu einem Team geworden.

Jeder zieht mit», sagt Nikci. Und er freut sich darüber, wie die Fehraltorfer sich fussballerisch entwickelt haben: «Wir arbeiten unterdessen sehr gut gegen den Ball.»

18 Punkte hat sich der FCF bereits erspielt. Das erlaubt ihm, in der Rückrunde höhere Ziele anzupeilen als nur gerade den Klassenerhalt. Bestes Oberländer Team zu sein etwa? «Das klingt nicht schlecht», sagt Nikci.

Er will aber vor allem etwas: nicht mehr einen solchen Fehlstart erleben. Er erinnert seine Spieler zwischendurch auch daran. «Wir haben nicht vergessen, wie sich das anfühlte.»

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