So wird das nichts für Sauber
Hinwiler enttäuschen in Mexiko
Eigentlich wollten sie mit beiden Autos punkten. Doch dieser Traum war für das Hinwiler Team Alfa Romeo im GP von Mexiko schnell ausgeträumt.
Die Ansage von Alfa-Romeo-Chefingenieur Xevi Pujolar am Freitag vor dem GP von Mexiko war klar: «Unser Ziel ist es noch immer, am Ende vor Williams WM-Siebter zu werden. Das Rennen hier und das nächste in Brasilien sind dafür entscheidend.»
Nach dem Rückschlag in Austin vor einer Woche, wo das von der Hinwiler Sauber Motorsport AG geführte Team ohne Punkte blieb und Hauptkonkurrent Williams beschenkt wurde, schien die Hoffnung in Mexiko zunächst berechtigt. Die Startplätze 9 (Valtteri Bottas) und 10 (Zhou Guanyu) waren das zweitbeste Qualifying-Resultat in dieser Saison.
Doch im Rennen folgte die nächste grosse Ernüchterung. Von Beginn weg waren die Sauber-Piloten chancenlos. Da half weder die Tatsache, dass die Hinwiler ihre Piloten auf verschiedene Strategien setzten, noch ein Rennabbruch nach dem Crash von Kevin Magnussen im Haas. Für Bottas kam dieser zwei Runden zu spät, er hatte soeben seinen einzigen geplanten Stopp absolviert.
«Alles lief gegen uns»
Nach dem Neustart wurde Zhou ganz nach hinten durchgereicht und beendete das Rennen als 16. und Letzter. Bottas bliebt zwar lange in Tuchfühlung mit den Top Ten, eine reelle Chance auf Punkte hatte er aber nicht. Und nach einer Kollision mit Lance Stroll vier Runden vor Schluss fiel er auf den 15. Rang zurück.
«Alles lief gegen uns», funkte der Finne nach der Zieldurchfahrt an die Box. Da wusste er noch nicht, dass er für das Rencontre mit Stroll später eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt bekommen und damit hinter Zhou auf den letzten Rang zurückfallen würde.
Besonders bitter für die Hinwiler: Die direkte Konkurrenz punktete – und der 7. WM-Rang ist nach dem viertletzten Rennen wieder deutlich unrealistischer geworden.
Alexander Albon sortge als Neunter dafür, dass Williams, den Vorsprung auf Sauber auf 12 Punkte ausbaute. Und dank dem 7. Rang von Daniel Ricciardo löste sich Alphatauri vom letzten WM-Rang, zog mit den Hinwilern nach Punkten gleich und verdrängte sie auf den zweitletzten WM-Rang.
Ferraris Freude währte nicht mal eine Runde
An der Spitze überraschte Ferrari am Samstag im Qualifying. Charles Leclerc holte sich die Pole Position vor seinem Teamkollegen Carlos Sainz. Die Freude der Scuderia währte im Rennen nicht einmal eine Runde. Der von Platz 3 aus gestartete Weltmeister Max Verstappen zog schon vor der ersten Kurve an den beiden Ferrari vorbei, während sein Teamkollege Sergio Perez mit Leclerc kollidierte und wenig später aufgeben musste – ausgerechnet in seinem Heimrennen.
Auch beim Neustart gab sich der Niederländer keine Blösse. Am Ende siegte er in seinem Red Bull 15 Sekunden vor Lewis Hamilton im Mercedes. Es ist der 16. Saisonsieg des Holländers – das gelang vor ihm noch keinem Fahrer. Leclerc musste sich mit dem dritten Rang zufriedengeben.