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Mit dem Auftreten eines Aufsteigers

So viele Tore wie der FC Brüttisellen-Dietlikon hat in der Drittliga-Gruppe 3 kein anderes Team geschossen. Der gute Wert hat einen Namen.

Brüttisellens Antonio Kaba Mangrei (links) sorgte auch gegen Küsnacht (Rafaele Perot) für Unruhe.

Foto: David Kündig

Mit dem Auftreten eines Aufsteigers

Brüttiseller wie ausgewechselt

Nach einer missglückten Saison ist der FC Brüttisellen-Dietlikon in der 3. Liga wieder in der Spur. Ein neuer Trainer, einige Rückkehrer und ein Stürmer haben den Aufschwung möglich gemacht.

Was kann da schon schiefgehen? Beim spektakulären 3:3-Remis des FC Brüttisellen-Dietlikon im Verfolgerduell gegen Küsnacht trifft Antonio Kaba Mangrei zum 1:0. Es ist bereits der 14. Saisontreffer des bulligen Angreifers.

Seit Beginn der Meisterschaft hat er in jedem Spiel getroffen – und der FCB bleibt auch nach acht Runden in der Drittliga-Gruppe 3 noch ungeschlagen. Und damit natürlich ein echter Aufstiegskandidat.

Kaba Mangrei hat nicht weniger als die Hälfte aller Tore erzielt und damit also entscheidenden Anteil an der Aufbruchstimmung auf dem Sportplatz Lindenbuck. Sie ist insofern beachtlich, weil die Brüttiseller auf eine völlig missglückte letzte Meisterschaft zurückblicken. Phasenweise mussten sie sich sogar Sorgen machen, innert zweier Jahre von der 2. bis in die 4. Liga durchgereicht zu werden.

Wir mussten etwas tun – einen frischen Wind ins Team bringen.

Walter Remy, Leiter Aktive

Für Walter Remy, Leiter Aktive, war es Grund genug, um sich im Sommer mit seinen Kollegen in der Sportkommission für einen Wechsel auf dem Trainerposten zu entschliessen.

«Wir mussten etwas tun – einen frischen Wind ins Team bringen», sagt er. Die Amtszeit von Marcel Erismann endete so nach nur einem Jahr.

Vernetzt wie nur wenige

Sein Nachfolger Zahir Idrizi wohnt nicht nur in der Gemeinde, er lief in seiner von unzähligen Klubwechseln geprägten Karriere auch zweimal für Brüttisellen (2015 und 2020/21) auf. Für ihn ist es gleichzeitig die erste Funktion als Cheftrainer, nachdem er beim FC Dübendorf der Posten des Assistenzcoaches innehatte.

Bei den Glattalern war der frühere Challenge-League-Angreifer nur schon deshalb wichtig, da durch seine gute Vernetzung manch ein Transfer eingefädelt wurde.

Der Dübendorfer Lohn dafür im Juni war der Aufstieg in die 2. Liga interregional. Als der FCB dann aber sein Interesse anmeldete, war für Idrizi schnell klar, einen nächsten Schritt vollziehen zu wollen.

Idrizis Kontaktnetz streicht auch Remy heraus. Tatsächlich kehrten mit dem neuen Coach auch einige frühere Brüttiseller zum Drittligisten zurück.

Und zu diesen neuen Spielern zählt der bereits erwähnte Kaba Mangrei, der gemeinsam mit Idrizi aus Dübendorf gekommen ist. Beim FCD war der 24-jährige Spanier in der 2. Liga zuvor nur selten zum Einsatz gekommen.

Ex-Trainer in neuer Rolle

Und: Auch hinter den Kulissen hat sich in Brüttisellen einiges getan. Für den ins Tessin gezogenen Roman Hangarter (er ist beim FC Lugano als Technischer Leiter tätig) hat Robert Merlo Einsitz in der Sportkommission genommen.

Merlo, beim FCB von 2018 bis 2021 Trainer, fungiert im Verein ausserdem neuerdings als Vizepräsident. Idrizi hat damit seinen früheren Trainer als Sparringspartner, mit dem er sich auch regelmässig austauscht.

Für Remy ist die jüngste Entwicklung deshalb kein eigentliches Wunder. «Mit den Zuzügen sind die Jungen, die in der letzten Saison gezwungenermassen viel Verantwortung übernehmen mussten, viel besser geführt», sagt er.

Verletzungsbedingte Ausfälle können die Brüttiseller so besser wegstecken als noch in der Vorsaison. «Phasenweise hatten wir keinen gesunden Verteidiger», erinnert sich der Leiter Aktive.

Wesentlich ist aber vor allem auch: Idrizi spricht ganz offensichtlich die Sprache der Spieler. «Die Trainingspräsenz ist von Beginn weg unglaublich. Es macht brutal Spass mit den Jungs», schwärmt der 37-Jährige.

Ich bin überzeugt davon, dass wir ohne Niederlage bleiben.

Zahir Idrizi, Trainer

Und dass dies so bleibt, daran hat der Trainer keinerlei Zweifel. Weiter gestärkt hat ihn auch das Unentschieden vom Sonntag, wo der FCB nach einer 2:0-Führung zwar in Rückstand gerät, aber in der Nachspielzeit nochmals ausgleicht.

Er freut sich bereits auf die nächsten Prüfungen im Spätherbst, wo auf die Brüttiseller noch die weiteren Mitfavoriten Zürich-Affoltern und Volketswil warten. «Beide Teams werden es schwer gegen uns haben. Ich bin überzeugt davon, dass wir ohne Niederlage bleiben», sagt Idrizi.

Seine Worte klingen in etwa so selbstverständlich, wie Kaba Mangrei derzeit Tor um Tor für den FCB erzielt.

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