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Der Rückschlag folgte lange nach dem Rennen

Sauber geht in Austin leer aus – und die Konkurrenz punktet.

Hinterhergefahren: Zhou Guanyu kommt im C43 nicht an der Konkurrenz vorbei.

Foto: Sauber Motorsport

Der Rückschlag folgte lange nach dem Rennen

Hinwiler F1-Team in Austin schwach

Der Nuller im GP der USA ist ein Dämpfer für Sauber – weil die Konkurrenz reich beschenkt wurde. Max Verstappen beschenkte sich derweil einmal mehr selbst.

Das hatten sie sich anders vorgestellt in Hinwil. Im GP der USA in Austin blieb der von der Sauber Motorsport AG geführte Rennstall Alfa Romeo ohne Punkte und musste mitansehen, wie die Konkurrenz spät noch jubelte. Alexander Albon (9.) und Logan Sargeant (10.) holten für Williams drei WM-Punkte – der Rückstand auf den anvisierten 7. WM-Rang beträgt für Sauber nun zehn statt sieben Zähler.

Eigentlich hatten sie ihn verringern wollen, und ursprünglich sah es wenigstens nach einem Nullsummenspiel aus, weil weder Williams noch Sauber auf der Strecke in die Top Ten fuhren. Doch über drei Stunden nach dem Rennen wurden der zweitplatzierte Mercedes-Pilot Lewis Hamilton und Ferrari-Fahrer Charles Leclerc (6.) disqualifiziert, weil ihre Bodenplatte zu stark abgenutzt war. Auch Valtteri Bottas und Zhou Guanyu rückten dadurch vor – aber eben nur auf die Ränge 12 und 13.

Wir mussten unser Auto mit mehr Bodenfreiheit fahren als wir wollten und opferten so etwas Abtrieb.

Valtteri Bottas

Doch auch ohne den späten Punktesegen für den Hauptkonkurrenten: Für Sauber war das Wochenende in Austin eines zum Vergessen. Auch im Sprint am Samstag blieben die beiden Hinwiler Boliden ohne Chance auf Punkte.

Die Startplätze 12 (Zhou) und 13 (Bottas) für das Hauptrennen bedeuteten zwar eine gute Ausgangslage – doch dann wurden sie nach hinten durchgereicht und konnten nicht von Ausfällen der Konkurrenz profitieren. Obwohl sie mit frühen ersten Boxenstopps eigentlich keine schlechte Taktik gewählt hatten.

«Strategisch machten wir alles richtig», sagte Bottas, «aber uns fehlte die Pace.» Einen Grund dafür machte er aus: «Die Unebenheit der Strecke spielte eine Rolle. Wir mussten unser Auto mit mehr Bodenfreiheit fahren als wir wollten und opferten so etwas Abtrieb.»

Teamrepräsentant Alessandro Alunni Bravi hatte im Vorfeld eigentlich noch geglaubt: «Austin spielt uns in die Karten.» Nun aber muss er konstatieren: «Das war ein hartes Wochenende. Wir haben viel Arbeit vor uns.» Viel Zeit bleibt den Hinwilern nicht – der GP von Mexiko steht schon am kommenden Sonntag auf dem Programm.

Jubiläum für Verstappen

An der Spitze feierte Weltmeister Max Verstappen, der schon den Sprint für sich entschieden hatte, seinen 50. Grand-Prix-Sieg – den 15. in dieser Saison. Ungefähr bei Rennhälfte übernahm der nur von Platz 6 aus gestartete Holländer die Führung. In der Schlussphase schien ihm Lewis Hamilton im Mercedes noch gefährlich zu werden, am Ende fuhr Verstappen nur 2,2 Sekunden vor dem siebenfachen Weltmeister über die Ziellinie. Nach Hamiltons Disqualifikation komplettierten McLaren-Pilot Lando Norris und Carlos Sainz im Ferrari das Podest.

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