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So kann Fussball ein schönes Spiel sein

Der FC Uster kommt beim 3:2 in Adliswil mit blauem Auge davon. Wäre noch der Ausgleich gefallen, hätte sich das Interregio-Team ärgern müssen.

Erneut Grund zur Freude: Die Ustermer Spieler waren gegen Adliswil dreimal erfolgreich.

Archivfoto: Christian Merz

So kann Fussball ein schönes Spiel sein

Interregio-Team siegt erneut

Daniel Hess

Der FC Uster gewinnt in Adliswil trotz frühem Rückstand 3:2. Beinahe hätte er den Sieg in den Schlussminuten aber noch verspielt.

Als der kurz zuvor eingewechselte Andreas Stefanidis in der letzten Minute der regulären Spielzeit das dritte Tor für Uster erzielte, schien der Mist gekarrt.

Doch dann wären die Ustermer in der nicht enden wollenden Nachspielzeit fast noch um den Grossteil ihres Lohns gebracht worden. Adliswil verkürzte nämlich umgehend, und nachdem der FCU bei einem Konter den vierten Treffer verpasst hatte, hätte der Schiedsrichter bei einem Einsteigen von Yari Maccarrone gut und gerne auch auf Penalty für das inzwischen nur noch zu zehnt spielende Heimteam entscheiden können. Er sah aber eine Schwalbe des Angreifers, und es blieb beim 3:2 für Uster.

«Hätten wir noch den Ausgleich gekriegt, hätten wir uns an der eigenen Nase nehmen müssen», sagte FCU-Coach Etienne Scholz, der nicht nur vom Ergebnis, sondern vom Gesehenen überhaupt angetan war. «Wenn beide Kontrahenten etwas dazu beitragen, kann Fussball so ein schönes Spiel sein», schwärmte er.

Uster verkraftet Rückstand gut

Die Ustermer starteten nach dem Kantersieg gegen Bülach beschwingt und erspielten sich früh mehrere Gelegenheiten. Die beste davon vergab James Wyndham, der bei ebendiesem Erfolg in der Vorwoche gleich viermal getroffen hatte. In Führung ging jedoch das Heimteam, das von Abstimmungsproblemen in der sonst soliden Ustermer Innenverteidigung profitierte und mit einem abgelenkten Schuss erfolgreich war.

Die Gäste zeigten sich davon unbeeindruckt und blieben dennoch spielbestimmend, hatten aber Glück, dass ein zweiter Treffer der Adliswiler wegen Offsides aberkannt wurde.

Wenn daraus ein Tor entsteht, halte ich mich mit Vorwürfen zurück.

Etienne Scholz, Trainer FC Uster

Kurz darauf lief Patrick Schlatter entgegen den Vorgaben seines Trainers steil und provozierte mit seiner Hereingabe ein Eigentor – 1:1. Die Aufgabe eines Sechsers sei es eigentlich nicht, sich in den Angriff einzuschalten.

«Aber wenn daraus ein Tor entsteht, halte ich mich mit Vorwürfen zurück», sagte Scholz schmunzelnd.

Scholz’ Plan geht auf

Die Ustermer waren auch im zweiten Abschnitt das etwas aktivere Team und gingen nach einem stehenden Ball durch Raphael Bachmann in Führung. Bald danach erhöhten die Adliswiler, die bei einer Szene froh sein konnten, dass eine Notbremse nicht als solche taxiert wurde, das Risiko und stellten auf eine Mann-gegen-Mann-Taktik über den ganzen Platz um. Dieser mit seinem gewohnten Kombinationsspiel beizukommen, fiel Uster auf dem immer tiefer werdenden Geläuf schwer.

Scholz beorderte deshalb den eingewechselten Lukas Rüegg, der nach mehrwöchiger Pause genauso wie Dominik Cennerazzo, der fast ein Jahr lang ausgefallen war, sein Comeback gab, in die Sturmspitze. Der grösste Ustermer Akteur sollte die weit nach vorne geschlagenen Bälle verarbeiten und nach Möglichkeit weiterleiten. Und der gelernte Abwehrspieler tat dies gut – zum Beispiel beim Zuspiel auf Stefanidis, das zum siegbringenden dritten Treffer führte.

Adliswil - Uster 2:3 (1:1). – Tore: 7. Hasic 1:0. 23. (Eigentor) 1:1. 56. Bachmann 1:2. 90. Stefanidis 1:3. 93. Ajredini 2:3.

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