Ein Feuerwerk war gar nicht nötig
Gossau schliesst zur Spitze auf
Zweitligist Gossau ist nach dem 1:0 über Veltheim Teil eines Leader-Trios. Rüti ergattert einen Punkt, während sich Greifensee weiter im Krebsgang befindet.
Ein Feuerwerk hätten sie nicht gerade abgebrannt, bekannte Yves Kündig, der rekonvaleszente Captain des FC Gossau. Zu einem 1:0-Sieg reichte dem FCG gegen den SC Veltheim allerdings auch eine solide, abgeklärte Leistung.
«Schön ist auch, dass wir für einmal zu null gespielt haben», freute sich Kündig, der mit seinem Team dank dem jüngsten Erfolg nach Punkten zum Spitzenduo Schaffhausen 2 und Seuzach aufgeschlossen hat.
In Erinnerung bleiben wird das Duell zwischen Gossau und dem strauchelnden einstigen Gruppenfavoriten indes nicht lange. Dafür passierte in dieser Partie nämlich schlicht zu wenig. Der erste Abschnitt war über weite Strecken ein Mittelfeld-Geplänkel, während dem sich keine der beiden Mannschaften eine nennenswerte Chance erspielte.
Das einzige Tor fiel nach einer guten Stunde, als Fabio De Nunzio einen Penalty verwandelte, der nach einem der wenigen zielstrebigen Gossauer Angriffe an Jonas Müller verschuldet worden war. In der Folge verwalteten die Oberländer den knappen Vorsprung beinahe mühelos.
Rüti beendet Durststrecke
Immerhin wieder einmal einen Punkt gab es nach drei aufeinanderfolgenden Niederlagen für den FC Rüti. Beim torlosen Unentschieden gegen Herrliberg zeigten sich die Rütner insbesondere in der Abwehrarbeit stark verbessert. «Es galt erst einmal, die Defensive zu stabilisieren», sagte Innenverteidiger Tobias Küng denn auch. «Und darauf können wir nun aufbauen.»
Allerdings hätte der FCR, der mit weit mehr Leidenschaft zu Werke ging als zuletzt, durchaus auch Tore schiessen können. Die Gäste waren gegen die noch tiefer als gewohnt stehenden und auf Konter lauernden Oberländer zwar häufiger am Ball.
Mehr Gelegenheiten hatten aber die Rütner. Topscorer Taulant Syla und Marco D’Alto, der kurz vor Schluss per Kopf nicht reüssierte, vergaben diese aber allesamt.
Greifensee verliert weiter
Noch mühsamer als Rüti, nämlich gar nicht vom Fleck kommt der FC Greifensee. Nach dem Cup-Aus unter der Woche bezog er beim 0:1 auswärts gegen Phönix Seen im zehnten Meisterschaftsspiel bereits die achte Niederlage.
Ohne ein Tor zu erzielen, kann man halt keine Spiele gewinnen.
Simon Schaich, Assistenztrainer FC Greifensee
«Ohne ein Tor zu erzielen, kann man halt keine Spiele gewinnen», resümierte Assistenztrainer Simon Schaich lapidar.
Die zwei besten Gelegenheiten, ebendies zu tun, hatte der FCG, der gut in die Partie fand und die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich entschied, in der Anfangsphase. Sasa Fikic vergab sie aber beide. Erst schoss er nach einer Flanke von Patrick Schmid daneben und danach traf er nur die Latte.
In der Folge war das Heimteam etwas häufiger in Ballbesitz, ohne dabei gefährlich zu werden. Dennoch ging es kurz vor der Pause in Führung, als Sturmtank Murat Yildiz einen stark abseitsverdächtigen Angriff abschloss.
Im zweiten Abschnitt unternahmen die Greifenseer zwar alles, um den Ausgleich zu erzielen – ohne Erfolg. Und dass am Ende auch der Seemer Captain Volkan Aydin freimütig gestand, dass die Greifenseer mindestens einen Punkt verdient hätten, macht die Lage für den Tabellenvorletzten auch nicht besser.
Phönix Seen - Greifensee 1:0 (1:0). – Tor: 45. Yildiz 1:0.
Gossau - Veltheim 1:0 (0:0). – Tor: 62. De Nunzio (Foulpenalty) 1:0.
Rüti - Herrliberg 0:0.
