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Einen naiven Gegner brutal bestraft

Ein Kantersieg für den FC Uster. Der Interregio-Klub kennt gegen Bülach keine Gnade und siegt 7:0.

Auch Blazenko Klaric reiht sich beim FC Uster unter die Torschützen.

Archivfoto: David Kündig

Einen naiven Gegner brutal bestraft

Uster konsequent und effizient

Der FC Uster hat sich für die zuletzt mässigen Resultate rehabilitiert und Bülach gleich 7:0 abgefertigt. James Wyndham steuerte vier Tore bei.

Daniel Hess

Endlich wieder einmal passte bei Uster vieles zusammen. Nachdem die Ustermer zuletzt in drei Spielen nur einen Punkt erobert hatten, überzeugten sie gegen Bülach auf der ganzen Linie und gewannen klar und überdeutlich 7:0.

«Das war sicher unser konsequentestes Spiel», sagte FCU-Trainer Etienne Scholz. Seine Schützlinge hätten durchgehend das umgesetzt, was sie sich vorgenommen hätten, seien mit hoher Intensität zu Werke gegangen und hätten für einmal auch mit Effizienz geglänzt.

Ich gehe schon davon aus, dass solch ein Schützenfest meinen Jungs Energie verleiht.

Etienne Scholz, Trainer FC Uster

Ob dieser gelungene Auftritt nun der grosse Befreiungsschlag gewesen sei oder es sich dabei nur um eine Eintagsfliege handle, werde sich allerdings erst im nächsten Spiel weisen.

«Aber ich gehe schon davon aus, dass solch ein Schützenfest meinen Jungs Energie verleiht», so Scholz.

Videostudium trägt Früchte

Um sich auszumalen, warum Aufsteiger Bülach vor dem Spiel einen Zähler mehr auf dem Konto hatte als Uster, bedurfte es angesichts des Geschehens auf dem Platz einiger Phantasie.

Das Heimteam schien nämlich die Rückkehr auf den zuvor wegen Pilzbefalls gesperrten Naturrasen zu geniessen und war von Beginn weg überlegen. Auch dank dem Videostudium, das Scholz eingeführt hat, waren die Ustermer stets gut positioniert und liefen gegen die ziemlich hoch stehenden Gäste immer wieder die Tiefe an.

Nachdem der FCU zunächst noch zwei halbbatzige Gelegenheiten liegengelassen hatte, fielen auf ebendiese Weise denn auch die ersten zwei Tore. Beide Male traf James Wyndham.

Beim 1:0 profitierte er von einem langen Zuspiel von Ruben Suarez, und beim zweiten Tor behielt er allein vor dem gegnerischen Goalie die Übersicht, nachdem er von Blazenko Klaric ideal lanciert worden war.

Auch danach bewahrten sich die Ustermer ihre Spielfreude und kamen dank eines strammen Schusses von Owen Lewis noch vor der Pause zum 3:0.

Intensität aufrechterhalten

Trotz dem klaren Vorsprung trat Scholz in der Kabine sehr bestimmt auf. Er war nämlich erpicht darauf, dass seine Spieler nicht nachliessen und bis zur letzten Minute dasselbe Engagement zeigten. «Schliesslich wollen wir uns Selbstvertrauen erarbeiten», so Scholz.

Genau das geschah denn auch. Die Bülacher gaben sich zwar nicht geschlagen und unternahmen noch einmal alles, um in die Partie zurückzufinden. Die Ustermer leisteten sich aber keine gröberen Fehler, und spätestens mit dem vierten Treffer, den Raphael Bachmann erzielte, knickten sie die letzten Hoffnungen der Bülacher.

Dennoch war der Aufsteiger in der Folge nicht etwa um Schadensbegrenzung bemüht. Statt sich zurückzuziehen, betrieb er bis zuletzt Pressing und lud die Ustermer damit zu weiteren Toren ein.

Und weil diese, wie vom Coach gefordert, bis zum Schlusspfiff zielstrebig blieben, wurden die Bülacher für ihr etwas naives Verhalten gleich noch dreimal bestraft. Wyndham mit seinen persönlichen Treffern drei und vier sowie Klaric bescherten Uster einen Erfolg in selten gesehener Höhe.

Uster - Bülach 7:0 (3:0). – Tore: 16. Wyndham 1:0. 33. Wyndham 2:0. 38. Lewis 3:0. 66. Bachmann 4:0. 77. Wyndham 5:0. 91. Wyndham 6:0. 93. Klaric 7:0.

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