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Hier messen sich die grössten Talente der Alpenländer

Der Skiclub am Bachtel trägt erstmals die OPA-Games aus – und nimmt dafür viel Aufwand auf sich.

Einer von fünf OPA-Games-Teilnehmern des SC am Bachtel: Marius Patterson auf der Bachtelblick-Schanze.

Foto: PD

Hier messen sich die grössten Talente der Alpenländer

Nachwuchswettkampf in Gibswil

Der Skiclub am Bachtel trägt erstmals die OPA-Games aus – und nimmt dafür viel Aufwand auf sich.

An der Bachtelblick-Schanze in Gibswil sieht es dieser Tage anders aus als sonst. Die Auslaufzone ist mit blauen Banden abgegrenzt, auf einem Holzpfahl sind Wegweiser montiert mit Aufschriften wie «Parkplatz Teambus» oder «Raclette/Grill».

Und auch an der Schanze selber wurden Anpassungen gemacht – damit sie für einen internationalen Wettkampf parat ist und den damit verbundenen Vorschriften des Skisport-Weltverbands Fis entspricht. «Das gab viele Stunden Arbeit», sagt Sara Kindlimann.

Kindlimann kümmert sich beim Skiclub am Bachtel um den Sprungnachwuchs – und ist OK-Präsidentin der OPA-Games, die von Freitag bis Sonntag in Gibswil stattfinden. OPA steht für die Organisation der Alpenländer-Skiverbände. Zwölf Verbände gehören ihr an – alle aus dem Alpenraum sowie zusätzlich Spanien, Andorra, Polen, Ungarn und Tschechien. Und die OPA-Games sind der wichtigste Wettkampf des Jahrs für den Nachwuchs.

Am Freitag sind die offiziellen Trainings geplant, am Samstag und Sonntag finden jeweils ab 9 Uhr die Wettkämpfe statt. 120 Athletinnen und Athleten der Jahrgänge 2009 bis 2011 werden in Gibswil erwartet.

Für sie ist es ein früher Höhepunkt in der noch jungen Karriere. Ihnen wollen die Organisatoren so einiges bieten: Alphornspieler, Treichler, ein Feuerwerk, Zeremonien, eine Festwirtschaft – und der SCAB rührt gar im Wortsinn mit der grossen Kelle an: Der Klub bekocht die Athletinnen und Athleten selber.

Der Fischenthaler Weltcup-Athlet Dominik Peter, der momentan pausiert und an den OPA-Games als Helfer mit dabei ist, erinnert sich: «Es ist wirklich ein Highlight, wenn du als junger Springer da mitmachen kannst. Du wirst ausgewählt und darfst das erste Mal für dein Land springen – das ist schon ein sehr cooles Gefühl.»

Den Oberländern ist einiges zuzutrauen

Ein noch spezielleres Gefühl wird es für das Quintett vom SC am Bachtel sein, das sich für die OPA-Games qualifiziert hat: Lion Hösli, Simon Kinscherf, Marius Patterson und Jerome Dettling sind im Skispringen am Start; Ivan Adam nimmt in der Nordischen Kombination teil.

Und der SCAB darf sich durchaus Hoffnungen auf ein Topresultat machen: Lion Hösli sprang an den letzten OPA-Games auf den 10. Rang – und von den damals vor ihm klassierten Athleten sind nun sieben aus Altersgründen nicht mehr dabei. Nicht im Wettkampf, sondern nur als Vorspringerin dabei ist eine SCAB-Athletin, die ein Versprechen für die Zukunft zu sein scheint: Melinda Schoch. Sie ist mit Jahrgang 2012 noch zu jung, gilt allerdings als beste U16-Springerin des Landes.

Der Aufwand, den die Athletinnen und Athleten in diesem Alter bereits auf sich nehmen, ist beträchtlich. Vier- oder fünfmal wöchentlich trainieren sie und messen sich an Wettkämpfen in der ganzen Schweiz. In Gibswil kommt nun internationales Flair hinzu. «Für manche wird es ein neues Gefühl sein, mit Athleten im Anlauf zu sitzen, die andere Sprachen sprechen», sagt Sara Kindlimann.

Und werden jene, die am Wochenende auf der Bachtelblick-Schanze Spitzenplätze belegen, dereinst auch im Weltcup zu sehen sein? «Da kann man gar keine Prognose machen», sagt Kindlimann. «Sie können sich noch so stark verändern.»

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