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Uster ist um einen Traditionsanlass ärmer

Zum ersten Mal überhaupt findet das Drei-Städte-Turnier nicht in Uster statt. Zudem fehlen auch die Super-League-Teams des FC Zürich und GC.

Der vorderhand letzten Ausgabe des Drei-Städte-Turniers in Uster war wenig Wetterglück beschieden.

Archivfoto: Christian Merz

Uster ist um einen Traditionsanlass ärmer

Fussballturnier zieht weg

Seit 2003 sind regelmässig die Profis von FCZ und GC beim Drei-Städte-Turnier auf dem Buchholz aufgelaufen. Es findet nun in neuer Umgebung statt.

Wer den Flyer anschaut, den überkommt ein Déjà-vu-Gefühl – allerdings mit feinen Unterschieden. Statt Drei-Städte-Turnier steht da in fetter Schrift nun Blitzturnier.

Und es ist auch nicht mehr der Michi-Meier-Memorial-Cup (der 2015 verstorbene Sportchef des FC Uster – die Red.), sondern der Hannes-W.-Keller-Memorial-Cup. Das Turnier soll nun also an den langjährigen Präsidenten und Geldgeber des FC Winterthur erinnern. Er ist im Februar dieses Jahrs verstorben.

Und damit ist wiederum klar: Der Traditionsanlass geht am Dienstagabend erstmals in Winterthur über die Bühne und nicht mehr wie bis anhin im Buchholz.

Fast jedes Jahr hat er seit 2003 in Uster stattgefunden. Immer mit dem FC Winterthur und oft auch mit dem FCZ und mit GC. Aus der Region wurde zunächst jeweils eine Oberland-Auswahl mit Spielern aus der Umgebung gebildet, ehe sie in den letzten Jahren vom FC Uster abgelöst wurde.

Der Ortswechsel hat mit dem Turniergründer und -organisator Roland Leemann zu tun. Seine auf Trainingslager spezialisierte Firma ist nicht nur in Winterthur domiziliert, er wohnt auch im nahen Seuzach.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Turnier wieder in Uster stattfindet. Der FCU müsste allerdings auf mich zukommen.

Roland Leemann

Turnierorganisator

Und er kommt insofern nicht so überraschend, da Leemann seit Ende 2022 keine Funktion im FCU mehr innehat. Bis dahin wirkte der umtriebige «Roli» über einige Jahre als Sportchef beim Interregio-Verein. Und so zügelt der Event also nach dessen Rücktritt nach Winterthur. Zumindest vorderhand.

«Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Turnier wieder in Uster stattfindet. Der FCU müsste allerdings auf mich zukommen», sagt er.

Sicher in Uster bleiben soll aber die weibliche Ausgabe des Drei-Städte-Turniers, das in diesem Juni zum zweiten Mal ausgetragen wurde.

Stadtzürcher Erstligist statt GC oder FCZ

Der Event der Männer wird nun neuerdings als Blitzturnier beworben, obwohl es seit je in diesem Format ausgetragen wird (eine Partie dauert jeweils 45 Minuten).

Die Änderung hat insbesondere mit dem doch deutlich weniger attraktiven Teilnehmerfeld zu tun. Statt die Profis des FCZ oder von den Grasshoppers tritt nämlich der Erstligist Kosova als Vertreter aus der Stadt Zürich an. Leemann rechnet trotzdem mit rund 600 Zuschauern auf der Sportanlage Deutweg.

Neben den guten Wetterbedingungen sollen die derzeitige Euphorie rund um den FC Winterthur, aber auch der FC Kosova mit seinem starken Kern an Anhängern dazu beitragen.

Es sind tatsächlich ganz andere Voraussetzungen als bei der letzten Ausgabe in Uster. Tiefe Temperaturen und Dauerregen sorgten damals für einen tristen Rahmen.

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