Deshalb hat der Leader noch Luft nach oben
Dübendorf gewinnt weiter
Der EHC Dübendorf steht nach drei Siegen in Serie an der Spitze der 1. Liga. Trainer Reto Stirnimann ist aber noch nicht vollauf zufrieden.
Drittes Spiel, dritter Sieg – der EHC Dübendorf hat nach dem Abstieg aus der MHL sofort den Tritt in der 1. Liga gefunden. Nach dem 4:2-Auswärtssieg in Burgdorf stehen die Dübendorfer an der Tabellenspitze der Erstliga-Ostgruppe.
Trainer Reto Stirnimann freut sich über diese Momentaufnahme. «Es ist schön, wenn man so in die Saison starten kann – diese Punkte nimmt uns keiner mehr weg.» Der Davoser, der am Sonntag seinen 49. Geburtstag feierte, sieht aber keinen Grund, euphorisch zu werden. «Blenden lassen dürfen wir uns davon auch nicht. Es funktioniert nicht einfach alles automatisch, sondern wir müssen jedes Training nutzen.»
In Burgdorf glückte den Dübendorfern ein optimaler Start, sie lagen nach 118 Sekunden und dem Treffer von Oliver Steiner bereits vorne. Doch wegen einer defensiven Nachlässigkeit bauten die Glattaler die Führung nicht aus, sondern kassierten in der 5. Minute den Ausgleich.
Die Linie, die liefert
Aus dem Tritt gerieten die Dübendorfer darob nicht, sie hatten die Partie und den Gegner im Griff und erspielten sich Tormöglichkeiten. Ihr Chancenplus vermochten sie aber erst im zweiten Drittel wieder in einen Vorsprung umzumünzen, weil sie vor dem gegnerischen Tor bisweilen zu verspielt waren.
Damon Puntus und Lukas Schläppi hiessen dann aber nach der Pause die Torschützen, die für den vorentscheidenden 3:1-Vorsprung sorgten. Die Sturmlinie mit Puntus, Schläppi und Dominik Hardmeier war letzlich für drei der vier EHCD-Treffer verantwortlich, was Stirnimann zufrieden zur Kenntnis nahm. «Es ist die Linie, die für die Offensive zuständig sein soll – die drei haben Qualitäten und funktionieren schon gut zusammen.» Puntus setzte mit dem 4:1 in der 58. Minute den Schlusspunkt aus Dübendorfer Optik.
Es funktioniert sicher noch nicht alles, wie es soll.
Reto Stirnimann
Trainer EHC Dübendorf
Dass der EHCD bis dahin keinen weiteren Gegentreffer kassiert hatte, lag an Torhüter Raphael De Boni. Lange hatte er nicht viel zu tun, im Schlussdrittel aber hielten die Dübendorfer ihrem Vorsprung weniger Sorge, als es ihrem Trainer lieb war. «Wir haben uns Nachlässigkeiten geleistet, standen nicht am richtigen Ort», kritisiert Stirnimann. Einer Nachlässigkeit entsprang auch der zweite Gegentreffer, der zwei Sekunden vor der Schlusssirene allerdings bedeutungslos war.
Der Leader hat also noch Luft nach oben – gerade in defensiver Hinsicht. Was allerdings nach einem Abstieg und einem grossen Umbruch im Kader nicht verwundert. «Vieles ist Gewöhnungssache», findet Stirnimann. «Wir brauchen noch Zeit, um besser und kompakter zu werden. Es funktioniert sicher noch nicht alles, wie es soll.» Positiv ist: Das Klima in der Equipe beschreibt Stirnimann als sehr gut und sehr produktiv, «die Spieler wissen, wofür sie trainieren und arbeiten auf dem Eis sehr gut.»
Wer gewinnt, dem fällt eben auch das Trainieren nicht schwer.