Warum der «Kracher» eben doch keiner war
Cup-Auftritt des EHC Wetzikon
Cup-Spiele gegen Profiklubs waren für Amateurteams einst ein grosses Highlight. Am Samstag gastierte Winterthur in Wetzikon – die Massen zog das nicht an.
Sie hatten die Werbetrommel wacker gerührt. Vom Kracher war die Rede, vom grossen Highlight, vom Cup-Hit – wer die Kanäle des EHC Wetzikon verfolgte, musste unweigerlich das Gefühl bekommen, am Samstagabend ereigne sich in der Wetziker Eishalle etwas unglaublich Aussergewöhnliches.
Aussergewöhnlich ist der Eishockey-Cup tatsächlich. Es gab ihn von 2014 bis 2021 als Schweizer Cup, der dem einen oder andern Profiklub eher ein Klotz am Bein war und in der entscheidenden Phase kaum auf Zuschauerinterese stiess.
Nach dem Ausstieg des Hauptsponsors hielten die Amateurklubs den Wettbewerb unter sich am Leben, weil er für sie die Chance darstellte, einen Titel zu gewinnen – was dem EHC Dübendorf 2022 gar beinahe gelang. Seit dieser Saison sind nun die Teams aus der Swiss League wieder dabei.

