Greifensee weiter im Tief
Oberländer Zweitligisten
Während Greifensee schon wieder verlor, feierten Gossau und Rüti zwei ungefährdete Siege.
Der FC Greifensee kommt weiter nicht auf Touren. Gegen Herrliberg kassierte der Zweitligist im sechsten Saisonspiel die bereits fünfte Niederlage und war mit dem 1:2 noch gut bedient.
Eine gewisse mentale und auch physische Müdigkeit sei nicht von der Hand zu weisen, sagte Assistenzcoach Simon Schaich nach der sechsten (!) Partie seiner Mannschaft innert 16 Tagen. «Und es wäre schön, wenn wir zwischendurch auch wieder einmal richtig trainieren könnten.»
Führung schnell verspielt
In Herrliberg war der Tabellenvorletzte von Beginn weg nicht wirklich bereit. Das Heimteam operierte wie gewohnt mit langen Bällen und sorgte mit diesen wiederholt für Gefahr in der Greifenseer Defensive. Mehr als ein Pfostenschuss schaute dabei vorerst aber nicht heraus.
Der FCG brachte nach vorne wenig zustande, ging aber nach seinem ersten ernsthaften Angriff kurz vor der Pause auf Anhieb in Führung, als Marco Preghenella einen am durchgebrochenen Patrick Schmid verschuldeten Penalty verwandelte. Schon nach dem nächsten gegnerischen Eckball war der Vorsprung aber wieder dahin.
Nach dem Seitenwechsel hatte Niklaus das zweite Tor auf dem Fuss, traf aber nur den gegnerischen Goalie. Danach bauten die Greifenseer immer mehr ab und hätten angesichts der Vielzahl an Herrliberger Chancen auch weit höher verlieren können.
Gossau gibt sich keine Blösse
Der FC Gossau dagegen hat nach zwei sieglosen Partien in die Erfolgsspur zurückgefunden. Er überwand die stets unangenehme Hürde Diessenhofen auswärts mit Bravour und siegte diskussionslos 5:1.
Zu Beginn hatte es gar danach ausgesehen, als könnte die Begegnung für die Gossauer zu einem Sonntagmorgenspaziergang werden. Roman Gachnang brachte den FCG nämlich früh in Führung, und auch danach blieben die Gäste am Drücker. Weil diese aber teils hochkarätige Chancen vergaben und die Thurgauer ihrerseits nach einer Ecke bereits im ersten Versuch reüssierten, kam kurzzeitig Spannung auf. Der FCG erholte sich aber von seinem kleinen Tief nach dem Gegentor und lag zur Pause dank eines Doppelschlags von Riley Christen bereits um zwei Längen voran.
Im zweiten Abschnitt liessen es die Gossauer ruhiger angehen, ohne dabei in Bedrängnis zu geraten. Entschieden wurde die Partie indes erst eine Viertelstunde vor Schluss, als der eingewechselte Alain Morgenthaler erfolgreich war. Den Schlusspunkt setzte tief in der Nachspielzeit wiederum Christen mit seinem dritten persönlichen Treffer.
Rüti gewinnt zu zehnt
Ebenfalls siegreich war der FC Rüti. Er setzte sich gegen den vor Saisonbeginn als Aufstiegsfavorit gehandelten, aber schwach gestarteten SC Veltheim 3:1 durch. Nach einem ausgeglichenen Beginn mit leichten Vorteilen für die Rütner war es einmal mehr Taulant Syla, der eine verlängerte Flanke ins Tor beförderte und den FCR in Führung brachte.
Die verunsichert wirkenden Gäste kamen zwar dank eines direkt verwandelten Freistosses umgehend zum Ausgleich. Doch die Rütner legten noch vor der Pause wieder vor, als Esmir Rastoder ein Zuspiel von Paulo Alves ins Tor beförderte.
Als Flavio Milano kurz nach dem Seitenwechsel die gelb-rote Karte kassierte, drohte die Angelegenheit für die Oberländer kompliziert zu werden. Diese hatten in der Folge denn auch weniger vom Spiel, in Verlegenheit gerieten sie aber bis zuletzt kaum. Sie überzeugten defensiv für einmal auf der ganzen Linie und hielten die allerdings auch sehr harmlosen Winterthurer souverän in Schach. Dank eines Treffers von Marco D'Alto, der einen Abpraller verwertete, blieb Rüti selbst eine hektische Schlussphase erspart.
Herrliberg - Greifensee 2:1 (1:1). – Tore: 40. Preghenella (Foulpenalty) 0:1. 41. Ochchaev 1:1. 69. Wyss 2:1.
Diessenhofen - Gossau 1:5 (1:3). – Tore: 5. Gachnang 0:1. 23. Stübi 1:1. 31. Christen 1:2. 36. Christen 1:3. 75. Morgenthaler 1:4. 94. Christen 1:5.
Rüti - Veltheim 3:1 (2:1). – Tore: 25. T. Syla 1:0. 29. Ciccone 1:1. 45. Rastoder 2:1. 59. D'Alto 3:1.
