Verstappen einmal mehr eine Klasse für sich
Formel-1-GP von Japan
Max Verstappen gewinnt in Suzuka und macht Red Bull damit vorzeitig zum Team-Weltmeister. Die Hinwiler Fahrer von Alfa Romeo gehen einmal mehr leer aus.
Eine Woche nachdem seine Rekordserie von zehn Siegen am Stück gerissen ist, zeigte sich Max Verstappen wieder unantastbar. Der Saisondominator war auf der Traditionsstrecke in Suzuka wie schon im Qualifying eine Klasse für sich. Nach der überlegen herausgefahrenen Poleposition fuhr er auch im Rennen der Konkurrenz davon.
Mit dem Niederländer auf das Podest steigt das McLaren-Duo Lando Norris und Oscar Piastri.
Die grösste Prüfung musste Verstappen gleich am Start meistern. Doch der Niederländer wehrte sich erfolgreich gegen die direkt hinter ihm gestarteten Fahrer von McLaren, die in Kurve 1 die Positionen tauschten.
Danach fuhr Verstappen an der Spitze ein einsames Rennen. Sein 48. GP-Sieg in der Formel 1 stand nie in Gefahr. In der Schlussphase sicherte er sich sogar den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde.
Krönung in Katar vorbereitet
Mit dem 13. Sieg im 16. Rennen der Saison baute Verstappen seine Führung in der WM-Wertung auf seinen Teamkollegen Sergio Perez, der früh ausschied, auf 177 Punkte aus. Bereits in zwei Wochen in Katar kann der Niederländer seinen dritten WM-Titel in Folge perfekt machen – aus eigener Kraft. Die vorzeitige Krönung seiner Supersaison könnte bereits im Sprintrennen vom Samstag erfolgen.
Grund zum Feiern haben Verstappen und sein Team aber schon in Suzuka. Trotz des Ausfalls von Perez konnte sich Red Bull auf der Heimstrecke von Motorenpartner Honda frühzeitig den zweiten Konstrukteurs-Weltmeistertitel nacheinander sichern.
In den noch ausstehenden sechs Grands Prix kann der Branchenprimus von den Verfolgern Mercedes und Ferrari nicht mehr eingeholt werden.
Zhou auf Platz 13, Bottas ausgeschieden
Für das noch diese Saison unter Alfa Romeo firmierende Hinwiler Sauber-Team waren im Grand Prix von Japan die Hoffnungen auf ein zählbares Ergebnis schon nach wenigen Sekunden dahin. Valtteri Bottas kollidierte nach dem Start bedrängt von Esteban Ocon in den Williams von Alexander Albon. Nachdem die Nase an seinem Auto geflickt worden war, wurde der Finne in Runde 8 von Albons Teamkollege Logan Sergeant abgeschossen - was wenig später das vorzeitige Rennende für den Suzuka-Sieger von 2019 (damals im Mercedes) bedeutete.
Zhou Guanyu im zweiten Hinwiler Auto hatte Pech, dass er nach dem ersten Unfall von Bottas aus der letzten Startreihe kommend über die Trümmerteile seines Teamkollegen fuhr und ebenfalls an die Boxen musste. Der Chinese beendete das Rennen bei fünf Ausfällen auf dem 13. und drittletzten Platz.
In der Konstrukteurs-WM bleibt Alfa Romeo vor Red Bulls Schwesternteam AlphaTauri (10:5 Punkte) unverändert Neunter und damit Vorletzter.