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Schlumpf und Abraham setzen Ausrufezeichen

Die Wetzikerin Fabienne Schlumpf schafft die Olympia-Limite – und läuft, wie der Ustermer Tadesse Abraham auch, Schweizer Rekord.

Tadesse Abraham und Fabienne Schlumpf zeigten beim Berlin-Marathon eine starke Leistung.

Foto: Keystone/PD

Schlumpf und Abraham setzen Ausrufezeichen

Berlin Marathon

Agentur sda/zueriost

Die Wetzikerin Fabienne Schlumpf und Tadesse Abraham vom LC Uster verbessern am 49. Berlin-Marathon ihre eigenen Schweizer Rekorde deutlich.

Tadesse Abraham klassierte sich in einem historischen Rennen in der deutschen Hauptstadt in einer Zeit von 2:05:10 auf dem 11. Platz. Der 41-Jährige vom LC Uster lief trotz leichter Erkältung in der Vorwoche damit beinahe eineinhalb Minuten unter seinem bisherigen Schweizer Rekord.

Unterstützung durch Pacemaker

Abraham hatte seine letzte Bestzeit im Frühling 2022 in Zürich in 2:06:38 erzielt – auch er stiess nun in eine neue Dimension vor. Entgegengekommen ist ihm, dass er das gesamte Rennen mit Pacemakern und seinem Trainingskollegen Amanal Petros laufen konnte, der mit ihm in Kenia trainiert. Abraham nahm mit dieser Marke Kenenisa Bekele den Master-Weltrekord (Ü40) ab.

Für Abraham war es der erste Marathon, seit er Mitte März in Barcelona die Olympialimite (2:08:10) mit 2:06:43 unterboten hat.

Olympialimite locker geschafft

Fabienne Schlumpf pulverisierte in Berlin ihren eigenen Landesrekord um fast eine Minute. Die 32-jährige Wetzikerin, die bewusst auf die WM in Budapest verzichtet hat und den Fokus auf den Berlin-Marathon legte, schaffte in einer Zeit von 2:25:27 auch locker im ersten Anlauf die Olympialimite (2:26:50).

Das waren die besten 2 Stunden und 25 Minuten meines Lebens.

Fabienne Schlumpf

«Das waren die besten 2 Stunden und 25 Minuten meines Lebens», sagte Schlumpf nach dem Rennen gegenüber SRF. «Klar hatte ich Druck, aber ich habe mich sehr auf dieses Rennen gefreut und bin froh, dass es aufgegangen ist.»

Schlumpf plant, Anfang Dezember auch in Valencia anzutreten – trotz erfüllter Limite.

Historische Zeit bei den Frauen

Für eine historische Marke sorgte im Rennen der Frauen die Äthiopierin Tigst Assefa. Die 26-Jährige unterbot den bisherigen Weltrekord um mehr als zwei Minuten und überquerte die Ziellinie nach 2:11:52.

Bei den Männern siegte wie schon im Vorjahr der Kenianer Eliud Kipchoge. Bei seinem fünften Sieg in Berlin verpasste der 38-Jährige seinen Weltrekord (2:01:09), den er im Vorjahr auf der gleichen Strecke aufgestellt hatte, um gut eineinhalb Minuten.

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