Laupen lässt sich auch im Derby nicht ausbremsen
Weiterhin verlustpunktlos
Die NLA-Frauen des UHC Laupen gewinnen das eher einseitige Oberländer Duell gegen die Floorball Riders 6:2.
«Drei Spiele, drei Siege. Was will man noch mehr?», fragt Laupens Torfrau Pascale Mir nach dem 6:2-Erfolg im Oberländer Derby über die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti nicht von ungefähr.
Tatsächlich wirkt die Tabelle nach drei Spieltagen in der Frauen-NLA etwas surreal – mit dem UHC Laupen allein an der Spitze. Es ist eine starke Momentaufnahme, selbst wenn gerade die Spitzenteams von Kloten-Bülach und Zug aufgrund der derzeitigen Einsätze im Europacup noch weniger Spiele bestritten haben.
Die Ansage von Laupens Trainer Yves Kempf im Vorfeld des prestigeträchtigen Spiels gegen die Floorball Riders ist dann auch unmissverständlich. «Es ist mir egal, wenn wir nach dem Spiel nicht mehr laufen können. Wir wollen einfach die drei Punkte», sagt dieser gegenüber seinen Spielerinnen.
Tatsächlich übernehmen diese auch in der heimischen Elba-Halle gleich das Zepter. Noemi Walser (10.) und Andrea Wildermuth (17.) sorgen für eine 2:0-Führung im ersten Abschnitt. Dabei hätte das Skore noch deutlicher ausfallen können. Doch Sandrine Goetz, die Torhüterin der Riders, bringt die Laupnerinnen mit ihren Paraden mehrfach fast zur Verzweiflung.
Defensiv zu sorglos
Etwas hitziger verläuft das Mitteldrittel, in dem Laupen nicht richtig auf Touren kommt – und trotzdem in der 26. Minute das dritte Tor durch Tamara Fritschi erzielt. Die Floorball Riders geben aber nicht auf und kommen ausgerechnet in Unterzahl zum ersten Treffer durch Jessica Smeds. Sie nutzt zum Ende einer Strafe die defensive Sorglosigkeit der Gastgeberinnen zum 1:3 aus (38.). Sehr zum Ärger von Keeperin Mir: «Das darf einfach nicht passieren», sagt sie.
Das erste Tor der Riders ist aber auch ein Weckruf zum richtigen Zeitpunkt. Laupen agiert in den letzten 20 Minuten nämlich wieder deutlich konzentrierter. So stellt Sabrina Aerne bei einer Powerplaysituation den alten Abstand wieder her (47.). Zwar keimt nach Michelle Schärs 2:4 nach einer 2:1-Situation nochmals etwas Hoffnung bei den Gästen auf, Laupen findet aber schnell wieder in die Spur. Zuerst trifft Annina Stoll in der 53. Minute – dann sorgt Yara Hofmann für den Schlusspunkt (57.) zum 6:2. Entsprechend zufrieden zieht auch Pascale Mir Bilanz. «Da hatten wir die Lücken gefunden und unsere Chancen ausgenützt.»
Riders-Torfrau sticht heraus
Auf der Gegenseite musste derweil Trainer Philipp Düsel konstatieren: «Im Spiel nach vorne waren wir zu harmlos und ineffizient. Viele unserer Konter wurden in der Mittelzone abgefangen und mit Gegenstössen bestraft.»
Ein Sonderlob gab es von ihn dafür an die Adresse der neuen Riders-Torhüterin Sandrine Goetz. «Sie hat uns mit ihren Paraden im Spiel gehalten. Ansonsten wäre die Niederlage noch deutlicher ausgefallen», sagt er.
Wie auch immer: Für die noch immer ertragslosen Floorball Riders gilt es nun zeitnah erstmals zu punkten. Der nächste Gegner, Aufsteiger Aergera Giffers, dürfte sich auf jeden Fall auf Augenhöhe bewegen.