Alle Augen sind auf den Lokalmatador gerichtet
Radcross Illnau
Mit dem Radcross Illnau erfolgt am Sonntag der Start in die Saison. Im Rennen der Elite ist der Gibswiler Kevin Kuhn wieder zu favorisieren.
Kann jemand den dritten Erfolg in Folge von Lokalmatador Kevin Kuhn am Radcross Illnau verhindern? Das ist die Frage bei der Saisoneröffnung vom Sonntag.
Trotz dem internationalen Feld am ehesten wohl noch Timon Rüegg, der den Gibswiler zumindest bei den letzten Schweizer Meisterschaften für einmal bezwingen konnte. Oder aber der Franzose David Menut, immerhin die Weltnummer 25 – und vor einem Jahr bereits Zweiter hinter Kuhn.
Und doch spricht eigentlich beim Eliterennen fast alles für den Oberländer, der eben mit seinem belgischen Team Tormans die Vorbereitungsphase beendet hat.
Gerade nach der starken letzten Saison, in der er es nicht nur erstmals als Dritter auf ein Weltcup-Podest schaffte. Der 25-Jährige überzeugte auch durch seine Konstanz – indem er in 32 Rennen beachtliche 25-mal in die Top Ten fuhr. Und in der Weltcup-Gesamtwertung starker Siebter wurde.
Französin erneut vorneweg?
Im Rennen der Frauen dürfte derweil in Illnau der Sieg erneut über die französische Vorjahressiegerin Hélène Clauzel gehen.
Und aus regionaler Sicht kann man auf den Auftritt von Lara Krähemann gespannt sein. Die Eggerin hatte an der letzten SM das Podest als Vierte nur knapp verpasst.
Total sind für das erste Schweizer Radquer der Saison rund 250 Fahrerinnen und Fahrer aus zehn Nationen gemeldet.
Eröffnet wird der Renntag mit der Kategorie «Cross für alle». Es folgen die diversen Nachwuchskategorien bis hin zu den Allerkleinsten – mit den Jahrgängen 2018 bis 2021. Unverändert ist auch die Strecke über 2,5 Kilometer. Sie führt mehrheitlich über Felder rund um das Schulhaus Hagen.
Stabsübergabe im OK
Zu der grössten Zäsur ist es in der Rennorganisation gekommen. Dort hat Eric Brüngger nach zehn Ausgaben von Vater Beat die Position des OK-Chefs übernommen. Dieser sagt: «Ich bin stolz, dass mein Sohn übernimmt, und wir so in Illnau weiterhin allen Radquerfahrern eine Startgelegenheit bieten können.»
Brüngger junior blickt derweil zuversichtlich auf seine Premiere. «Anfangs war ich etwas nervös, dies hat sich nun gelegt.» Dies nicht zuletzt aufgrund der vielen Ehrenamtlichen. Er sagt: «Ich bin überzeugt, dass uns ein grossartiges Radcross bevorsteht.»
Geboten wird aber wie schon bei der letztjährigen Jubiläumsausgabe auch etwas abseits des Renngeschehens. Am Himmel über Illnau zeigt am frühen Nachmittag das PC-7-Team der Schweizer Luftwaffe seine Künste.
Und besonders auch: Der Eintritt ans Radcross ist wiederum gratis. «Dieser Betrag fehlt uns natürlich am Ende in der Rechnung, aber wir wollen ein Event für alle sein», sagt Eric Brüngger.
Die Startzeiten
10:00 Uhr: Jedermann-Cross
10:40 Uhr: U19/Amateure/Master
11.40 Uhr: U13/U15
12:15 Uhr: U17
13:00 Uhr: Pfüderi
13:30 Uhr: Frauen Elite/UCI C2
14:30 Uhr: Flugshow PC-7-Team
15:05 Uhr: Kids-Cross
15:30 Uhr: Männer Elite/UCI C2
