Ein Auftritt zum Davonlaufen
Enttäuschender Interregio-Klub
Der FC Uster zeigte sich in Bazenheid im ersten Abschnitt von seiner schlechtesten Seite. Die Steigerung nach der Pause reichte nicht, um die 0:2-Pleite abzuwenden.
Etienne Scholz war geradezu schockiert. «Unterirdisch» sei das gewesen, was seine Schützlinge in Bazenheid in der ersten Halbzeit abgeliefert hätten. Ein einziger Feldspieler sowie Goalie Dylan Kadi hätten sich in Normalform präsentiert, sagte der Trainer des FC Uster. «Die anderen habe ich so noch nicht gekannt.»
Die Ustermer wussten sich nach einer für einmal etwas lauteren Pausen-Ansprache zwar zu steigern. Um das Punktekonto zu äufnen, waren sie aber noch immer nicht gut genug, sie verloren 0:2.
Kein Bein vor das andere gebracht
Die Ustermer brachten im unteren Toggenburg zunächst kein Bein vor das andere. Auf dem kleinen Platz waren sie nicht in der Lage, ihr schnelles Flügelspiel aufzuziehen.
Einige wollten den Ball gar nicht mehr.»
Etienne Scholz, Trainer FC Uster
Überdies machte ihnen der tief stehende, aufsässige und häufig mit langen Bällen operierende Gegner das Leben derart schwer, dass diesen das Selbstvertrauen immer mehr abhanden kam. «Einige wollten den Ball gar nicht mehr», sagte Scholz, der kurz vor der Pause auch noch mit ansehen musste, wie das Heimteam bei einer seiner wenigen Offensiv-Aktionen in Führung ging. «Das erste Mal, seit ich hier bin, habe ich daran gedacht, in der Pause wegzulaufen», sagte der FCU-Coach, bevor er sich stattdessen für eine Kabinen-Standpauke entschied, «um zu sehen, was ich damit bewirken kann.»
Appell zeigt Wirkung
Die Worte des Trainers verhallten tatsächlich nicht ungehört. Die Ustermer zeigten sich nach dem Seitenwechsel deutlich verbessert und gingen beherzter zu Werke. Allmählich gewannen sie auch das Vertrauen zurück und kamen dem Ausgleich wiederholt nahe.
Die ganz grossen Chancen blieben jedoch aus und als der FCU in der Schlussphase alles auf eine Karte setzte, musste er den entscheidenden zweiten Treffer hinnehmen.
Bazenheid - Uster 2:0 (1:0). – Tore: 36. Zulic 1:0. 88. Zulic 2:0.
