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Uster will mehr als nur ein Durchgangsteam sein

Die Ustermer Erstliga-Handballer wollen in der zweiten Saison als Spielgemeinschaft auch den eigenen Kern stärker und grösser machen.

Adrian Balsiger – hier in einem Spiel der Vorsaison – erzielte für Uster/GC Amicitia bei der Auftaktniederlage gegen Rheintal drei Tore. (Archiv)

Foto: Robert Pfiffner

Uster will mehr als nur ein Durchgangsteam sein

Ustermer Erstliga-Handballer

Die Spielgemeinschaft Uster/GC Amicitia verliert zum Erstliga-Auftakt gegen Rheintal. Das Potenzial für eine wiederholt gute Saison ist aber vorhanden.

Es sollte für Uster/GC Amicitia zum Erstliga-Meisterschaftsauftakt nicht ganz reichen. Die Spielgemeinschaft muss sich dem mit vier ungarischen Spielern gespickten HC Rheintal 24:27 geschlagen geben. «Das ist nicht so tragisch», sagt Trainer Romeo Garcia und spricht von einer guten Leistung. «Wir hatten den Gegner über weite Strecken gut im Griff.»

Tatsächlich starten die jungen Ustermer stark in die Partie. Nach 20 Minuten führen sie 10:5. Auch zur Pause liegen sie noch 13:12 vorne. «Wir waren von der ersten Sekunde bereit», betont Garcia. Es dauert bis zur 37. Minute, ehe die Gäste erstmals in Rückstand geraten. Nur noch zweimal können sie in den verbleibenden Zeit ausgleichen.

Und trotzdem: Der Coach freut sich insbesondere über die Steigerung im Vergleich zum verlorenen Cup-Spiel gegen Pfader Neuhausen (29:30), als Uster/GC Amicitia zeitweise hoch in Rückstand geriet. «Diese Partie hatte einigen Spielern die Augen geöffnet», sagt Garcia.

Es wird einige Wochen dauern, bis wir das nötige Level erreicht haben.

Romeo Garcia

Trainer Uster/GC Amicitia

Es war für ihn auch das Ergebnis einer von vielen Absenzen geprägten Saisonvorbereitung. Garcia sagt deshalb: «Es wird einige Wochen dauern, bis wir das nötige Level erreicht haben.» Die ersten Punkte sollen dennoch zeitnah dazukommen.

Das nächste Juwel

Immerhin: Das junge Team von Uster/GC Amicitia liess gegen Rheintal schon da und dort sein Können aufblitzen. So beispielsweise Nico Bänninger, der mit sechs Treffern teamintern erfolgreichste Torschütze. Der 19-Jährige von GC Amicitia soll sich in der Spielgemeinschaft auf Stufe 1. Liga für höhere Aufgaben empfehlen. Er dürfte damit eine ähnliche Rolle wie Gilles Besek einnehmen, der in der Vorsaison 140 Tore erzielte und nun fix im NLB-Team GC Amicitia/Küsnacht aufläuft.

Der bereits im Verlauf der letzten Meisterschaft zu Uster zurückgekehrte Garcia will mit seinem neuen Trainerkollegen Niki Graf aber nicht nur Talente aus dem Partnerverein, sondern natürlich auch Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und der zweiten Mannschaft fördern.

Wir möchten nicht nur ein Durchgangsteam sein, sondern unseren eigenen Kern stärken und grösser machen.

Rolf Schärer

Sportchef TV Uster

Dies unterstreicht auch Sportchef Rolf Schärer. «Wir möchten nicht nur ein Durchgangsteam sein, sondern unseren eigenen Kern stärken und grösser machen.» In dieses Bild passt, dass in diesem Jahr alle Heimspiele in der Buchholz-Halle stattfinden. Einen besonderen Stellenwert hat hierbei sicher erneut das Duell gegen Stäfas U23. Es findet wie schon letztes Jahr im Rahmen der Uster Games statt – dieses Mal am 2. Dezember.

Hauptrunde mit mehr Teams

Helfen bei der Aufbauarbeit kann auch der aufgefrischte Modus. Neu wird in der Hauptrunde in einer Zwölfer- statt wie bis anhin in einer Achtergruppe gespielt. Dort mussten hinterher sechs der acht Teams die Abstiegsrunde bestreiten. Schärer begrüsst diese Änderung, obwohl es Uster/GC Amicitia vor einem Jahr als Gruppensieger in die Finalrunde geschafft hatte. «Die Spieler könnten in der neuen Konstellation befreiter aufspielen», sagt er.

Dazu ist der Kalender für das Gros der Teams nicht mehr so dicht. Die beiden Gruppenbesten spielen in einer Barrage um den Aufstieg. Und während das Schlusslicht direkt absteigt, müssen der Tabellenzehnte und der Tabellenelfte noch um den Klassenerhalt kämpfen.

Uster/GC Amicitia möchte wiederholt eine gute Rolle im vorderen Tabellendrittel spielen – selbst wenn Trainer Garcia kein konkretes Rangziel nennt. Er sagt: «Das Potenzial im Kader ist vorhanden. Wir müssen aber auch liefern.»

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