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Wetzikon löst die erste Aufgabe

Der FC Wetzikon braucht zum Meisterschaftsstart in der 3. Liga gegen Fehraltorf etwas Geduld.

Aufsteiger Fehraltorf mit Jeffrey Medina (rechts) wehrte sich gegen den FC Wetzikon (Dion Sylaj) über weite Strecken der Partie achtbar.

Foto: David Kündig

Wetzikon löst die erste Aufgabe

Auswärtssieg im Drittliga-Derby

Dem FC Wetzikon ist der Saisonauftakt in der Gruppe 6 mit einem 2:0-Sieg in Fehraltorf gelungen. Auch der Aufsteiger zeigte schon gute Ansätze.

Vielleicht war es für den FC Wetzikon ein Weckruf zum richtigen Zeitpunkt. Gerade nach den guten Resultaten in der Saisonvorbereitung (4 Siege, 2 Remis), ehe es im Cup gegen Brüttisellen-Dietlikon eine Niederlage absetzte.

Jedenfalls erfüllten die Oberländer vier Tage später zum Meisterschaftsauftakt gegen Aufsteiger Fehraltorf die Pflicht. Zuerst traf Marcel Huber per Kopfball (61.), dann vollendete Georg Arpagaus (78.) einen zumindest umstrittenen Penalty zum 2:0. Mehr war nicht nötig.

Wir hatten viel mehr Ballbesitz, doch Fehraltorf war gut organisiert. Es war also Geduld gefragt.

Antonio Convertito, Trainer FC Wetzikon

«Wir hatten viel mehr Ballbesitz, doch Fehraltorf war gut organisiert. Es war also Geduld gefragt», zollte FCW-Trainer Antonio Convertito dem Gegner Respekt.

Den Wetzikern ist damit der Start in die bereits dritte Saison in Folge in der 3. Liga gelungen. Es ist selbsterklärend, dass sie nach einem zweiten und dritten Rang erneut zum engen Kreis der Kandidaten für einen möglichen Aufstieg zählen.

Im Kader hat sich vor dem nächsten Anlauf einiges getan. Sieben neue Spieler aus der nahen Umgebung sind auf die Meierwiesen gewechselt. Gegen Fehraltorf stand allerdings einzig der unverwüstliche Orhan Cavgin in der Startaufstellung. 46 Jahre jung ist der Verteidiger mittlerweile. «Er ist für uns Gold wert», sagt Convertito.

Lukas Huber in neuer Rolle

Neben dem Grossteil der Neuen fehlte in den Reihen der Wetziker auch ein bekanntes Gesicht. Lukas Huber zog sich in der letzten Rückrunde eine schwere Knieverletzung zu und wird dadurch in der Vorrunde gar nicht auflaufen. Untätig ist der langjährige Leistungsträger deshalb aber nicht. Er hat beim FCW neu die Position des Sportchefs für die Aktiven übernommen.

Von einem Rücktritt will der 33-Jährige deshalb aber vorderhand trotzdem nichts wissen. «Mein Ziel ist es, nochmals auf den Platz zurückkehren», sagt Huber. Der Routinier könnte so im Frühling zu einem zusätzlichen Trumpf für die Wetziker werden.

Trainer Convertito rechnet ohnehin wie schon in der letzten Meisterschaft nicht mit einer frühen Entscheidung. Gerade in Pfäffikon, Stäfa und Wald dürfte der Anspruch auf eine Spitzenplatzierung vorhanden sein.

Auf die Wetziker warten nun vorderhand mit Kollbrunn-Rikon, Herrliberg 2 und Zollikon die vermeintlich einfacheren Aufgaben. Von solchen Gedankengängen will Convertito allerdings nichts wissen. Er sagt: «Gegen Herrliberg und Zollikon haben wir letzte Saison sogar Punkte liegen gelassen.»

Noch Lehrgeld bezahlt

Auch für Fehraltorf wäre mit etwas Kaltblütigkeit im Abschluss allenfalls ein wenig mehr möglich gewesen. Im ersten Abschnitt hatte der Drittliga-Rückkehrer einige gute Chancen.

Wir werden aus diesem Spiel lernen. Und uns steigern.

Adrian Nikci, Trainer FC Fehraltorf

Hadern will FCF-Coach Adrian Nikci deshalb nicht. «Wir werden aus diesem Spiel lernen. Und uns steigern.» Für den ehemaligen FCZ-Profi geht der Sieg der Wetziker in Ordnung. «Sie haben in der zweiten Hälfte nochmals einen Zacken zugelegt. Und uns ist etwas die Luft ausgegangen.»

Für Nikci werden ohnehin erst die nächsten Wochen zeigen, was nötig ist, damit der FCF in der 3. Liga bestehen kann. Zumindest eine Erkenntnis hat er aber aus dem Wetzikon-Spiel bereits gewonnen: «Wir haben vieles auch gut gemacht.» Darauf lässt sich aufbauen.

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