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Selbst der Name des Gegners ist sperrig

Zum dritten Mal steht der FC Greifensee in der ersten Cup-Hauptrunde – aus dem erhofften Fest gegen einen Profiklub wird aber nichts. Zumindest vorerst.

Patrick Schmid (links) war schon vor neun Jahren beim 2:1-Sieg über Subingen dabei – und erzielte beide Tore für Greifensee.

Archivfoto: Robert Pfiffner

Selbst der Name des Gegners ist sperrig

Ohne Losglück

Zum dritten Mal steht der FC Greifensee in der ersten Cup-Hauptrunde – aus dem erhofften Fest gegen einen Profiklub wird aber nichts. Zumindest vorerst.

FC Zürich, GC, Winterthur. Oder aber Aarau, Schaffhausen und Baden aus der Challenge League. All diese bekannten Vereine wären für Regionalcup-Sieger Greifensee in seinem Lostopf möglich gewesen.

Stattdessen trifft der Zweitligist nun Mitte August in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups auf einen Gegner, der nur schon aufgrund des sperrig langen Doppelnamens unattraktiv daherkommt.

Natürlich war im ersten Moment eine leise Enttäuschung da.

Simon Schaich, Assistenztrainer FC Greifensee

Es ist der gleichklassige FC Schönenwerd-Niedergösgen aus dem Kanton Solothurn. «Natürlich war im ersten Moment eine leise Enttäuschung da», sagt FCG-Assistenztrainer Simon Schaich.

Die Chancen auf ein Cup-Fest auf dem Grossriet standen tatsächlich so gut wie noch nie.

Erst seit letztem Jahr verteilt der Schweizerische Fussballverband nämlich vorab die 64 qualifizierten Teams in vier regionale Lostöpfe. Dadurch wurde im Greifenseer Topf in sechs der acht Partien ein Klub aus der Super League oder der Challenge League zugelost.

Und Paarungen wie noch 2019, als Uster und Wetzikon gleichzeitig auf wenig publikumsträchtige Erstligisten aus der Romandie trafen und verloren, sind so gar nicht mehr möglich.

Eine Art Déjà-vu

Der FC Greifensee selbst erlebt durch den Fusionsverein Schönenwerd-Niedergösgen trotzdem eine Art Déjà-vu.

Vor neun Jahren hatte er nach seinem ersten Titelgewinn im Zürcher Regionalcup mit dem Solothurner Zweitligisten Subingen einen ähnlichen Kontrahenten vorgesetzt bekommen – und dann zumindest 2:1 gewonnen.

Im Unterschied zu damals muss der FCG nun sogar auswärts beim Tabellenvierten der letzten Aargauer Zweitliga-Saison antreten. «Es ist besser so, als wenn wir beispielsweise den Erstliga-Klub Höngg zugelost bekommen hätten. Und etwa gleich viele Leute zum Spiel gekommen wären», findet Schaich.

Der Traum von GC bleibt

Positiv am Greifenseer Lospech ist also: Der Cup-Sieger aus dem Aargauer Verband ist sportlich machbar. «Dann bekommen wir die Grasshoppers halt in der nächsten Runde, wenn sie nicht vorher scheitern», versprach Greifensees Coach Felix Bollmann nach der Auslosung am Montagabend mit einem Augenzwinkern.

Eine Garantie für einen attraktiven Gegner mit bekannten Spielern gibt es aber selbst bei einem Erfolg nicht. 2014 war der FC Greifensee nämlich nach dem Sieg über Subingen in der nächsten Cup-Runde auf den drittklassigen Promotion-League-Verein Cham getroffen, dem er zwar einiges abforderte – am Ende aber dennoch als Verlierer vom Feld musste.

Sportplatz/Sporthalle Grossriet, Greifensee Severin Burkart gegen Winterthur Roberto Alves
2018 gastierte der FC Winterthur mit Roberto Alves beim FC Greifensee (Severin Burkart) und siegte 3:0.

Trotzdem lebt mit der Hürde Schönenwerd-Niedergösgen der Traum vom neuerlichen grossen Cup-Fest weiter. Fünf Jahre ist es her, als 1100 Zuschauer nach Greifensee zum Duell gegen den damaligen Challenge-League-Verein Winterthur kamen.

Eine ähnliche Konstellation ist weiterhin möglich – in den Sechzehntelfinals von Mitte September. Beim FCG kommt es dadurch zumindest vorerst nicht zu einem Organisationsstress. «Jetzt kann unser Präsident im Sommer entspannt in die Ferien. Das mag ich ihm gönnen», sagt FCG-Assistenztrainer Schaich.

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