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Dübendorf feiert Start-Ziel-Sieg

Gegen Wiesendangen netzen gleich fünf unterschiedliche Tortschützen ein.

Die Dübendorfer Adilj Sejdiji (links) und Ricardo Jorge Da Silva Pereira können sich über einen weiteren Sieg freuen.

Archivfoto: David Kündig

Dübendorf feiert Start-Ziel-Sieg

Weiter auf Aufstiegsspiele-Kurs

Der FC Dübendorf gewinnt in Wiesendangen 5:0 und zeigt dabei eine Leistung, die es seinem Trainer schwer macht, ein Haar in der Suppe zu finden.

Daniel Hess

Souveräner, als dies der FC Dübendorf in Wiesendangen tat, kann man ein Spiel kaum gewinnen. Der Tabellenführer lag bereits nach 40 Sekunden und einem sehenswerten Volleytreffer von Adilji Sejdiji in Front und stellte die Weichen dank eines Doppelschlags von Evripidis Blantas und João Miguel Pereira, der mit einem gekonnten Lupfer erfolgreich war, endgültig auf Sieg.

In der Folge liessen es die Dübendorfer zwar etwas gemächlicher angehen. Sie blieben aber stets konzentriert, erspielten sich weiter reichlich Torgelegenheiten und gewannen schliesslich klar und deutlich 5:0.

«Sehr zufrieden» sei er mit der Darbietung seiner Mannschaft, sagte FCD-Coach Luca Ferricchio, der froh war, dass seine Nerven geschont worden waren.

Noch besser als gegen Veltheim

Die Begegnung gegen Wiesendangen erinnerte stark an diejenige vor bald zwei Wochen gegen den damaligen Leader und nun einzig übrig gebliebenen Verfolger Veltheim.

Auch damals hatten die Dübendorfer schnell drei Tore vorgelegt. Auch wenn es sich diesmal um einen anderen, schwächeren Gegner gehandelt habe und man deshalb die beiden Auftritte schlecht miteinander vergleichen könne, wagte Ferricchio zu behaupten, dass der jüngste gar noch etwas besser gewesen sei.

«Jedenfalls haben wir diesmal über eine noch längere Distanz eine starke Leistung gezeigt», sagte der Dübendorfer Trainer. In der Vergangenheit hätten sie oft nur eine Halbzeit lang überzeugt. Gegen Wiesendangen jedoch hätten sie durchgehend abgeklärt agiert, hätten Ball und Gegner 90 Minuten lang laufen lassen und clever das Tempo variiert.

Dübendorfs Adilj Sejdiji reihte sich auch unter die Torschützen.
Dübendorfs Adilj Sejdiji reihte sich auch unter die Torschützen.

Einen Schönheitsfehler fand Ferricchio dann aber doch noch. Angesichts der zahlreichen Chancen hätte sein Team gern auch noch einige Tore mehr erzielen können, fand der FCD-Coach.

Die richtigen Worte gefunden

Mehr Positives zu finden, fiel Ferricchio indes wesentlich leichter. Besonders erfreut war er etwa über den gelungenen Start in die Partie. Er hatte nämlich ausgiebig an seine Mannschaft appelliert, sie möge doch diesmal bitte von Anfang an bereit sein, nachdem sie zuletzt gegen Beringen nach rekordverdächtigen 16 Sekunden in Rückstand geraten war.

«Offenbar habe ich die richtigen Worte gefunden», sagte Ferricchio für einmal sich selbst lobend.

Qual der Wahl

Am meisten angetan war der Coach allerdings von der Tatsache, dass seinem Team trotz mehrerer – grösstenteils wegen Sperren – abwesender Stammspieler eine derartige Leistung geglückt war. Er habe immer betont, dass ein breites Kader vonnöten sei und dass es jeden Einzelnen aus diesem brauche, um Erfolg zu haben.

Wir müssen mit den Füssen auf dem Boden bleiben und genau so weitermachen.

Luca Ferricchio, Trainer FC Dübendorf

«Dass heute sämtliche neuen Kräfte parat waren und ihre Chance genutzt haben, freut mich deshalb ungemein», frohlockte Ferricchio. Dass sich ihm damit in den kommenden Partien mehr Möglichkeiten bieten, mache es ihm zwar nicht leicht. Doch die Qual der Wahl zu haben, sei ihm wesentlich lieber, «als die Spieler irgendwo zusammenkratzen zu müssen».

Kein «Dortmund-Syndrom»

Vor den abschliessenden Partien gegen Seuzach und Zürich City gelte es nun, nicht abzuheben und auch im Training Vollgas zu geben. «Wir müssen mit den Füssen auf dem Boden bleiben und genau so weitermachen», fordert Ferricchio.

Die gegenteilige Gefahr eines «Dortmund-Syndroms», eines Verkrampfens angesichts des möglichen Erfolgs, sieht er weniger. «Nach dieser Rückrunde sollte das Vertrauen in die eigene Stärke gross genug sein», sagt der scheidende Trainer.

Für ihn wird die kommende Partie genau wie für die langjährige Teamstütze Ali Hoti, der seine Karriere beendet, eine besondere sein. Beide werden nämlich anlässlich ihres letzten Auftritts vor eigenem Publikum offiziell verabschiedet – in der Hoffnung, dass noch Playoffs um den Aufstieg folgen mögen und sie dann noch ein allerletztes Spiel auf dem heimischen Zelgli erleben könnten.

Wiesendangen- Dübendorf 0:5 (0:3). – Tore: 1. Sediji 0:1. 18. Blantas 0:2. 19. Pereira 0:3. 72. Kaba Mangrei 0:4. 90. Ferati 0:5.

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