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ZO Pumas wollen Platznot endlich besiegen

Verein zu gross und Hallenangebot zu klein – der Unihockeyclub ZO Pumas will nun ein eigenes Projekt anpacken.

ZO Pumas wollen Platznot endlich besiegen

Foto: PD

ZO Pumas wollen Platznot endlich besiegen

Land für Halle gesucht

Um seine Ziele zu erreichen, gibt es für den Unihockeyclub ZO Pumas nur eines: Er braucht eine Halle für Trainings und Spiele. Das Projekt steht, doch das Land fehlt.

Der Unihockeyclub ZO Pumas ist mit seinen fast 500 aktiven Mitgliedern aus den Gemeinden Pfäffikon, Hittnau, Fehraltorf, Russikon und Illnau-Effretikon gross. Fast schon zu gross, denn nun stehen die Verantwortlichen vor einem Platzproblem.

«Wir führen Wartelisten mit bis zu 40 Kindern für Schnuppertrainings», sagt Präsident Andi Räz, «weil wir für die uns zur Verfügung gestellten Hallenzeiten schlichtweg zu viele Mitglieder haben.»

Mann mittleren Alters mit Brille und schwarzem T-Shirt.
Andi Räz ist Präsident der ZO Pumas.

Zwar finden in allen Schulhäusern der fünf Gemeinden, wo die ZO Pumas aktiv sind, regelmässig Trainings statt. «Das sind zusammengerechnet viele Stunden, aber sie reichen nicht aus, um unsere Ziele zu erreichen», sagt Räz.

Zudem sind die meisten Turnhallen der regionalen Schulhäuser etwa während der Schulferien auch für die Vereine gesperrt, was die Erreichung der sportlichen Ziele ebenfalls erschwert. «Unsere Saison beginnt im September – wenn wir während der ganzen Sommerferien nicht richtig trainieren können, ist das für uns ein Problem.»

Mehr Training auf dem Grossfeld

Die Ziele des Grossvereins sind denn auch ambitioniert. Und sie betreffen sowohl den Breiten- als auch den Leistungssport. Die ZO Pumas wurden bereits zum dritten Mal in Folge als schweizweit bester Verein im Bereich Kinderunihockey ausgezeichnet.

Unter anderem sollen bis im Jahr 2030 sämtliche Leistungsteams (U14, U16, U18, U21) mindestens auf der Stufe B, also der zweithöchsten Leistungsstufe, stehen und somit die Herren 1 und die Damen 1 in der NLB mitmischen.

Frau mittleren Alters  und schwarzem T-Shirt.
Regula Portmann ist Leiterin der Geschäftsstelle der ZO Pumas.

«Doch damit die Fanionteams so weit kommen können, bräuchte es mindestens dreimal pro Woche ein Training auf dem Grossfeld – momentan sind wir erst bei zwei», sagt Regula Portmann, Leiterin der Geschäftsstelle der ZO Pumas.

Ergänzende Fläche

Die Lösung liegt bereits in der Schublade: eine neue Sporthalle, die Platz bietet sowohl für Trainings und Spiele als auch für Sitzungszimmer, ein Bistro und Geräteräume. Diese würde die Hallenzeiten in den Schulhäusern freilich nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Stephan Portmann, Leiter Sport der ZO Pumas, betont, dass es dabei nicht zuletzt um die Anerkennung der Sportart Unihockey geht. «Hinter Fussball ist Unihockey der zweitgrösste Mannschaftssport in der Schweiz.» Ein solches Infrastrukturprojekt würde die ganze Region in Sachen Unihockey weiterbringen. «Aber dieses unternehmerische Denken fehlt leider oft.»

Mann mittleren Alters mit schwarzem T-Shirt.
Stephan Portmann ist Leiter Sport der ZO Pumas.

Das Dreierteam, das auch im Vorstand der ZO Pumas vertreten ist, arbeitet schon vier Jahre an der Planung des «Home of Pumas». «Das Projekt und alle Pläne stehen – nur das Land fehlt, um sie umzusetzen», sagt Regula Portmann.

Zwar müssten auch noch zahlreiche Sponsoren für die Finanzierung gefunden werden. Die Erstellungskosten werden auf rund fünf Millionen Franken geschätzt. «Aber das Land ist für uns das grössere Problem.»

Mit den Politischen Gemeinden sei man im Austausch, doch der Erfolg halte sich bisher in Grenzen. «Am liebsten wäre uns ein Grundstück im Industriegebiet, entweder in Pfäffikon oder Fehraltorf, dann würde sich auch die Frage nach potenziellem Lärm nicht stellen.» Die Halle allein benötigt bereits eine Fläche von 3000 Quadratmetern, kämen noch oberirdische Parkplätze dazu, wäre man schnell bei 5000 Quadratmetern.

Die Halle soll nicht allein dem Unihockey zugutekommen. «Von Platzproblemen sprechen viele Vereine – vom Muki-Turnen bis zu den Senioren», sagt Stephan Portmann. «Da unsere Trainings antizyklisch zur Schule stattfinden, könnte die neue Halle bis 17 Uhr auch von anderen genutzt werden.» Um den Betrieb zu finanzieren, seien Zusatznutzungen sogar nötig.

Optimismus ungebrochen

Nach so vielen Jahren der Planung, ohne dem Standort nähergekommen zu sein, mache sich manchmal etwas Frust breit, gibt Präsident Andi Räz zu. «Aber ich bin Berufsoptimist», sagt er munter. «Irgendwann wird sich irgendeine Tür öffnen.» Stephan Portmann sieht dagegen nur noch einen realistischen Weg: «Ein Privater, der uns sein Land entweder verkauft oder im Baurecht abgibt – auf politischen Rückhalt wage ich langsam nicht mehr zu hoffen.»

Für die ZO Pumas wäre eine neue Halle nicht nur die Lösung ihres Platzproblems, was die Trainings angeht. «Wir hätten endlich auch eine richtige Homebase», sagt Andi Räz.

Dadurch, dass sich der Verein über fünf Gemeinden erstrecke, sei er auch relativ verzettelt. Da sei es schwierig, ein richtiges Gefühl der Einheit zu erreichen. «Für Fans, die ein Spiel besuchen wollen, ist es meist schon eine grosse Herausforderung, überhaupt herauszufinden, wohin sie gehen müssen.»

Neue Halle für die Grossen

Für die Kleinsten würde sich aber trotz neuer Halle wenig ändern. «Sie sollen für ihre Trainings in ihren Gemeinden bleiben können, damit keine zusätzlichen Wege entstehen, bei denen sie allenfalls von den Eltern gefahren werden müssten», sagt Regula Portmann.

Den grösseren Spielern, die mit Velo oder ÖV schon flexibler seien, könne ein weiterer Weg besser zugemutet werden. «Und die sind die Herumreiserei ja bereits gewohnt.»

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