Ein Stelldichein der nationalen Szene
Pferdesporttage Uster
An den nächsten beiden Wochenenden wird an den Pferdesporttagen Uster wie gewohnt einiges geboten. Die Zahlen und Fakten zum Turnier in der Buchholz-Arena.
Was gibt es für ein schöneres Kompliment? Zum achten Mal in den letzten 20 Jahren wurden die Pferdesporttage Uster vom Schweizerischen Verband für Pferdesport zum «Organizer of the Year» gekürt.
«Die Basis für den Erfolg ist sicherlich die Anlage mit der Springwiese, welche auch im internationalen Vergleich höchsten Standards entspricht», sagt die Kommunikationsverantwortliche Anja Hänni. «Ausserdem kommt in der Arena eine grossartige Stimmung auf, da auf drei Seiten des Platzes Zuschauerplätze sind und man etwas erhöht auf den Springplatz schauen kann.»
Insgesamt werden rund 10’000 Besucher auf dem Buchholz erwartet. Gegen 550 verschiedene Pferde bestreiten, über die sechs Tage verteilt, die Prüfungen. Das Budget des gesamten Anlasses beträgt rund 250’000 Franken, dabei werden 70’000 Franken an Preisgeldern ausgeschüttet.

Die Turnier-Aushängeschilder
Da ist allen voran Martin Fuchs. Der Bietenholzer ist nicht nur Mitglied des organisierenden Reitvereins Uster, sondern reitet nahezu jedes Jahr bei seinem Heimturnier mit. Neben der derzeitigen Weltnummer 3 ist auch wiederholt Olympia-Sieger Steve Guerdat am Start. Als eigentlicher Shooting-Star gilt zudem Edouard Schmitz. Der Genfer qualifizierte sich zuletzt erstmals für den Weltcup-Final. Schmitz trainiert bereits seit mehreren Jahren im Stall von Martin Fuchs.
Überhaupt sind fast alle Grössen des Schweizer Springreitsports auf dem Buchholz mit dabei. Im letzten Jahr wurde der Hauptwettbewerb allerdings nicht von Fuchs oder Guerdat gewonnen, sondern von der Solothurnerin Barbara Schnieper.
Der sportliche Höhepunkt
Der wichtigste Bewerb vom ersten Wochenende ist der Grosse Preis der Bank BSU, eine Springprüfung über 150 cm mit anschliessendem Stechen. Sie ist ausserdem eine Etappe der Championship Series und zählt zur Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften.
Abseits des Springreitplatzes
Es ist der Höhepunkt vor dem Höhepunkt. So quasi als Einstimmung auf den Grossen Preis vom Montagnachmittag gibt es die Show der Line-Dance-Gruppe Synergy. Einen Auftritt hatte sie unlängst bei der SRF-Unterhaltungssendung «Stadt Land Talent».
Die etwas anderen Hindernisse
Am zweiten Wochenende vom 5. bis 7. Mai stehen die regionalen Reiterinnen und Reiter im Fokus. Im letzten Jahr wurde erstmals ein Derby durchgeführt, bei welchem neben fallenden Hindernissen auch natürliche wie Wälle, Gräben, Treppen und Baumstämme übersprungen wurden. Dies hat sich sogleich bewährt. Alle Startplätze waren nun innert kürzester Zeit vergeben.
Die Pferdesporttage Uster haben sich zudem mit fünf anderen Turnieren zusammengeschlossen, um einen Derby-Cup über sechs Etappen zu veranstalten. Neu wird ausserdem der OKV Coupe in Uster durchgeführt. Dabei treten Dreierequipen von regionalen Reitvereinen in einem Ablösespringen gegeneinander an.
Der Renner am Grill
Das Verpflegungsangebot sei für nationale Reitturniere einzigartig, sagt Anja Hänni. «Wir erhalten viel Lob für unsere Küche.» Allein das Cordon bleu sei einen Besuch der Pferdesporttage wert, sagt sie sogar. Rund 800 würden davon jeweils verkauft, rechnet Hänni vor.
Das witzige Werbevideo
Mit witzigem Content unterhalten statt durch Werbesprüche langweilen – das ist das Motto bei den Organisatoren. Tatsächlich überrascht das neu produzierte Video, in dem eine Reiterin zunächst suchend durch den Wald streift und dann via Bus den Weg an die Pferdesporttage Uster nimmt. Dort angekommen, setzt sie sich mit einem Transparent erwartungsvoll hin. Ihre Hoffnung: ein Startplatz mit Pferd.
Bewegte Bilder sind auch während der beiden Wochenenden zu erwarten. Es können nicht nur die Prüfungen via Livestream verfolgt werden, in einem Videomagazin werden auch die aktuellen Geschehnisse vor Ort dokumentiert.
Das Team hinter den Kulissen
Insgesamt 22 Personen arbeiten ehrenamtlich im Organisationskomitee – und dies nicht nur während der Veranstaltung, sondern auch während der Vorbereitung. Besonders ist auch: Das seit Jahren eingespielte Team benötigt für den Anlass nur zwei Sitzungen. Neben dem OK engagieren sich rund 150 Helfer – ebenso zur Mehrheit ehrenamtlich – am Anlass.
