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Oberländer Trio will für Furore sorgen

Stefanie Siegenthaler, Moreno Kratter und Martina Eisenegger werden ab Dienstag in Antalya ihr Bestes geben.

Für die Bertschikerin Stefanie Siegenthaler ist es bereits die sechste Europameisterschaft.

Archivfoto: Christian Merz

Oberländer Trio will für Furore sorgen

Vor Kunstturn-EM

Mit Stefanie Siegenthaler, Moreno Kratter und Martina Eisenegger sind drei Oberländer Kunstturnerinnen und -Turner im EM-Einsatz.

Gleich zwei Turnerinnen und ein Turner aus dem elfköpfigen Schweizer EM-Aufgebot kommen aus dem Oberland.

Darunter ist die Grüningerin Martina Eisenegger, für welche die Europameisterschaften in der Türkei eine Premiere sind. Schon weitaus mehr Erfahrung auf diesem Leistungsniveau haben der Rütner Moreno Kratter und die Bertschikerin Stefanie Siegenthaler.

Eisenegger ist übrigens nicht die einzige Debütantin. Auch für Caterina Cereghetti, Luca Giubellini und Florian Langenegger ist es die erste EM.

Als eigentliche Hoffnungsträger im Team gelten der lange von Rückenproblemen geplagte Routinier Eddy Yusof und bei den Frauen die aufstrebende Tessinerin Lena Bickel.

Wer in Antalya genau an welchen Geräten zum Einsatz kommt, wird erst unmittelbar vor den am Dienstag beginnenden Wettkämpfen bekannt gegeben.

Das wollen die Schweizer Teams erreichen 

An dieser EM rücken die individuellen Ziele der Turnerinnen und Turner in den Hintergrund.

Für die beiden Schweizer Teams geht es in der Südtürkei in erster Linie darum, die Qualifikation für die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Antwerpen (BEL) vom Herbst zu schaffen.

Bei den Männern ist dafür ein 13. Rang notwendig. Des Weitern erhofft sich das Team eine Top-8-Platzierung im Mehrkampf sowie den Gewinn eines Diploms in den Gerätefinals.

Bei den Frauen ist die Erwartungshaltung hinsichtlich der WM-Qualifikation dieselbe. Für den Mehrkampf hat der Verband bei ihnen eine Top-24-Klassierung als Ziel definiert.

Deshalb war Siegenthaler zunächst nur Ersatz

Mit fast 25 Jahren ist Stefanie Siegenthaler die erfahrenste Schweizerin des Frauen-Quintetts.

Seit dem Karrierenende von Giulia Steingruber im Herbst 2021 ist sie also die eigentliche Teamleaderin. Und trotzdem war die Turnerin des TV Hinwil zunächst nur als Ersatz gemeldet.

Der Grund: Bei den drei Selektionswettkämpfen für die EM war Siegenthaler nur die Sechstbeste des Teams gewesen. «Ich hatte etwas mit der Situation in Magglingen zu kämpfen. Dies hatte negative Auswirkungen auf mein Training und schlussendlich meine Leistung», sagt die Oberländerin.

Ende März wurde Siegenhalter aber noch nachnominiert. Dies aufgrund einer Knieverletzung der jungen Thurgauerin Lilli Habisreutinger.

Das sagen die Oberländer Turnerinnen und Turner

Moreno Kratter erinnert sich trotz eines verpatzten Starts am Sprung gerne an die letzte EM mit dem Team in München zurück.

«Ich konnte mich an den anderen Geräten deutlich steigern, sodass wir ein gutes Resultat ablieferten», sagt der Rütner. Zum überraschenden vierten Platz reichte es den Schweizern dadurch.

In den Tagen vor der EM lag der Fokus im Training insbesondere bei den Wiederholungen seiner Übungen. «Um Stabilität in diese hinein zu bringen», wie der 25-Jährige vom TV Rüti unterstreicht.

Für Kratters junge Vereinskollegin Martina Eisenegger geht es derweil beim EM-Debüt vor allem darum erste Erfahrungen an einem internationalen Grossanlass zu sammeln. Auf die 17-Jährige wartet also gerade eine mentale Herausforderung. Sie wolle selbstbewusst auftreten, betont Eisenegger denn auch.

Tipps kann ihr diesbezüglich Stefanie Siegenthaler geben, die bereits zum sechsten Mal an einer Europameisterschaft teilnimmt. Für die Bertschikerin ist das Miteinander im Team die Grundvoraussetzung, um gute Leistungen zu erzielen.

Ihr ist gerade die Heim-EM in Bern von 2016 diesbezüglich in bester Erinnerung geblieben. Das Schweizer Frauen-Team hatte sich dort als Vierte so gut wie noch nie in einem Teamwettkampf klassieren können.

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