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So reicht es für den EHC Wetzikon nicht

Der EHC Wetzikon verliert auch den zweiten Playoff-Halbfinal gegen Bellinzona. Der Erstligist steht nach dem 3:6 vor dem vorzeitigen Saisonende.

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Christian Merz

So reicht es für den EHC Wetzikon nicht

Zweite Niederlage in Serie

Der EHC Wetzikon verliert auch den zweiten Playoff-Halbfinal gegen Bellinzona. Der Oberländer Erstligist steht nach dem 3:6 vor dem vorzeitigen Saisonende.

Für den EHC Wetzikon bleibt Bellinzona in dieser Saison ein schwieriges Pflaster. Der Oberländer Erstligist musste schon zum dritten Mal die Heimreise aus dem Tessin mit leeren Händen antreten.

Während allerdings die bisherigen Niederlagen im Cup und der Qualifikation zu verschmerzen waren, bringt das 3:6 von gestern Donnerstagabend den EHCW erheblich in Not.

Er liegt dadurch im Playoff-Halbfinal 0:2 zurück – und ist damit in der Best-of-5-Serie unter Zugzwang.

Es ist das erste Mal überhaupt in dieser Meisterschaft, dass die Wetziker zweimal in Folge als Verlierer vom Eis mussten. Und: Eine weitere Pleite am Samstag würde das vorzeitige Saison-Aus bedeuten, und käme gleichzeitig einer grosser Enttäuschung gleich.

Das 3:3 in Unterzahl

Tatsächlich zeigten sich die Wetziker im Vergleich zum Auftaktspiel (5:8) vor 327 Zuschauern über weite Strecken auch wieder präsenter, und bewiesen mehrfach Moral.

Gerade nach dem wiederholten Ausgleich von Gian-Andrea Thöny zum 3:3 in der 44. Minute, schien das Momentum bei den Gästen. Nur schon deshalb, da dieser in numerischer Unterzahl mittels einem satten Distanzschuss ins Lattendreieck gelungen war.

Doch die GDT Bellinzona liess sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Stefano Spinedi schüttelte seinen Wetziker Gegenspieler hinterher viel zu einfach ab, und traf ebenso sehenswert zum 4:3 (49.).

Von diesem Schock erholten sich die Wetziker nicht mehr. Es folgten jetzt zahlreiche Nickligkeiten, die auf beiden Seiten wiederholt Strafen zur Folge hatten. Und dem Team von Christian Modes letztlich auch endgültig das Genick brachen.

Zuerst traf Nicola Pedrani (53.), dann Elias Bianchi vorentscheidend bei einem weiteren Powerplay zum finalen 6:3 in der 55. Minute für den Tabellendritten der Qualifikation.

Überhaupt waren es die Spezialsituationen, die immer wieder die Richtung dieser Partie vorgaben.

So beispielsweise im Startabschnitt, indem Spinedi eine solche Gelegenheit ein erstes Mal für seine Mannschaft eiskalt ausnutzte (7.). Kurz zuvor war eine Co-Produktion von Brent Buchmüller und Thöny unvollendet geblieben.

Der EHCW traf hinterher bei angezeigter Strafe zum 1:1 (14.) und kam zur Matchmitte – und erneut im Powerplay – auf 2:3 heran.

Er blieb aber auch mit dem von seiner Verletzung genesenen Torhüter Fabian Ryffel defensiv zu verwundbar, um im Tessin das mögliche Rebreak zu erzwingen.

Immer wieder brannte es in der Oberländer Zone lichterloh, sobald Bellinzona zu seinen schnellen Gegenstössen ansetzte.

Zu viele Gegentreffer

Nur gerade drei Tore hatten die Wetziker in den 180 Minuten des Viertelfinals gegen Herisau einstecken müssen. Dem stehen in der neuen Serie nach zwei Partien bereits satte 14 Gegentreffer gegenüber.

Dabei waren es bei den Tessinern für einmal Mal nicht die weit über 30-jährigen Routiniers, die den Ausschlag angaben.

Klar ist aber sowieso: Findet der EHCW nicht schnell wieder zu mehr Stabilität zurück – dürfte für ihn das Playoff-Abenteuer schon am Samstag zu Ende ­gehen.

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