Oberländer Exploits sind noch immer die Ausnahme
Unihockey NLA-Frauen
Der UHC Laupen und die Floorball Riders beenden die Qualifikation der Frauen-NLA mit je zwei Niederlagen. Beiden Oberländer Teams ist insgesamt keine Steigerung gelungen.
Es ist ein karges Wochenende für die Oberländer Teams der Frauen-NLA. Laupen verliert zum Ende der Qualifikation gegen Kloten-Dietlikon, die Floorball Riders gegen Zug United – und für beide gibt es gegen Emmental Zollbrück nichts zu holen.
Es sind allesamt Kontrahentinnen aus den Top-4 – die Niederlagen daher keine Überraschung. Und dennoch: Für die Klubs aus der Region hat sich in dieser Saison nichts geändert.
Seit dem Aufstieg im Jahr 2018 ist dem UHC Laupen noch jedes Mal die Qualifikation für die Playoffs gelungen. Dieses Jahr erneut auf dem achten Rang, der allerdings einer leisen Enttäuschung gleichkommt.
Nur schon deshalb, weil im Vergleich zu früheren Saisons keine Substanz im Kader abhandenkam – und die Oberländerinnen so gut wie noch nie in die Meisterschaft gestartet sind.
Schon zum Auftakt fordern sie dem letztjährigen Zweiten Chur (5:6 n. V.) einiges ab und feiern bis Mitte Oktober beachtliche Siege. Der vorläufige Lohn dafür: Platz 3. «Da hat alles gepasst», sagt Trainer Yves Kempf.
Auf den frühen Höhenflug folgt allerdings Ernüchterung. Einzig die Floorball Riders werden zweimal bezwungen.
Als Knackpunkt für die Baisse sieht er zwei knappe Niederlagen innert kurzer Frist in Cup und Meisterschaft gegen Zug und Kloten-Dietlikon. Und die Verletzungen einiger Leistungsträgerinnen. «Wodurch wir in ein Loch gerieten.» Der erträumte vierte Platz ist so bald ausser Reichweite.
Im Training wird daher der Fokus auf Intervallübungen gelegt. «Um ein Spürchen schneller und fitter zu werden», wie Kempf betont. Den Laupner Verantwortlichen fällt auf, dass die Spielerinnen gerade in diesem Bereich noch Aufholbedarf gegenüber der Konkurrenz haben.
Wir werden die Serie nicht gewinnen.
Yves Kempf, Trainer UHC Laupen
Und trotzdem: Mit Blick auf die anstehenden Playoffs gegen Qualifikationssieger Emmental Zollbrück ist Kempf auch Realist genug. «Wir werden die Serie nicht gewinnen.»
Die Laupnerinnen wollen in den Playoffs aber zeigen, dass sie bei wieder vollem Kaderbestand jeden NLA-Klub zumindest fordern können.
Bei den bisherigen vier Viertelfinal-Duellen gegen Chur und Kloten-Dietlikon (je zweimal) folgte das Aus jeweils ohne nur einen Sieg.
Zu unkonstantes Auftreten
Mit weitaus weniger Kredit sind die Floorball Riders in ihre dritte Saison seit dem Wiederaufstieg gestartet. Selbst wenn Trainer Florian Fauser auf Platz 8 – und damit die Qualifikation für die Playoffs hoffte. Tatsächlich hielt das erheblich verjüngte Team öfters gut mit – Kanterniederlagen blieben so dieses Mal eine Ausnahme.
Um aber trotzdem regelmässiger zu punkten, fehlte zumeist doch die Konstanz und Erfahrung nach dem personellen Umbruch. «Durch Unkonzentriertheiten mussten wir immer wieder Doppelschläge einstecken. Das war mental nicht immer einfach wegzustecken», sagt Sportchefin Sarah Altwegg.

Und so ist es für die Riders auch bis anhin eine Saison der Widersprüche. Das Torverhältnis (62:116) sieht im Vergleich zur letzten Saison (45:118) etwas besser aus. Dennoch holten sie sogar weniger Punkte (9 zu 13). «Die eine oder andere Überraschung wäre möglich gewesen», findet Altwegg.
Wir werden gut vorbereitet in die Serie steigen.
Sarah Altwegg, Sportchefin Floorball Riders
Die 33-Jährige blickt mit guten Gefühlen auf die Playouts gegen Waldkirch St. Gallen. Sie sagt: «Wir werden gut vorbereitet in die Serie steigen.»
Erst unlängst tankten die Riders mit einem klaren 7:2-Sieg im Direktduell nochmals Selbstvertrauen. Unter die Torschützinnen reihte sich dort auch Finnland-Rückkehrerin Iris Brünn, die seit Anfang Jahr wieder aufläuft, und damit so etwas wie ein zusätzlicher Trumpf ist.
Für die Oberländerinnen gibt es also wenig Grund zum Zweifeln. Helfen kann ihnen auch die Erfahrung aus den letzten beiden Saisons, als sie ihre Playouts-Aufgaben gegen Frauenfeld jeweils relativ souverän lösten.
Und selbst wenn die Floorball Riders tatsächlich über die Hürde «WaSa» stolpern, gäbe es gegen den NLB-Meister eine zweite Chance, um den Klassenerhalt sicherzustellen.