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Jetzt zeigt sich, was in der Wundertüte steckt

Für den EHC Wetzikon folgt nach einer soliden Qualifikation die Bewährungsprobe in den Playoffs.

Jetzt zeigt sich, was in der Wundertüte steckt

Wetzikon startet in die Playoffs

Für den EHC Wetzikon folgt nach einer soliden Qualifikation die Bewährungsprobe. Ist der Oberländer Erstligist reif für den Aufstieg?

In einem Auf und Ab durch die Aufwärmphase

Die Bilanz lässt sich durchaus sehen. Auch wenn der EHC Wetzikon den Qualifikationssieg in der Erstliga-Ostgruppe verpasste. Am Ende wurde das Team von Christian Modes mit 16 Siegen in 22 Spielen hinter Luzern Zweiter. In der Viertelfinalserie (Best of 5) gegen Herisau kann der EHCW heute daheim loslegen.

Für die Oberländer, die in die höchste Amateurliga MHL aufsteigen wollen, beginnen mit diesem Duell die Tage der Wahrheit. Sie mussten bisher nicht in jedem Spiel an die Leistungsgrenze gehen, um zu gewinnen. Für die Wetziker war die Qualifikation überspitzt gesagt nur da, um warmzulaufen. Oder wie Trainer Modes schon früh sagte, um Erfahrungen zu sammeln: «Was wir durchmachen, gehört dazu. Das nehmen wir alles mit.»

Einige Eckwerte des Aufstiegsanwärters: Der EHCW hat nie zwei Spiele am Stück verloren. Er hat trotz bisweilen fehlender Effizienz am zweitmeisten Tore erzielt, in der Defensive aber Verbesserungspotenzial. Auffällig ist, dass das Team immer wieder Schwächephasen einzog. Sportchef Diego Piceci spricht denn auch von einem Auf und Ab in der Qualifikation. Und bezeichnet das Team als Wundertüte. Er sagt aber auch: «Ich bin davon überzeugt, dass viel Potenzial in ihm steckt.»

Piceci ist zuversichtlich, dass es dies in den Playoffs abrufen kann. ­Heuer ist der letztjährige Finalverlierer breiter aufgestellt, das müsste den Kraftreserven der Leistungsträger zugutekommen. Zuletzt trafen neben den besten Skorern Brent Buchmüller, Gian Andrea Thöny und Nils Berni auch andere vermehrt. Und es stehen mehr Spieler im Kader, die mit Wucht und Härte überzeugen. «Pfranger, Vrabec, Meier», zählt Piceci drei davon auf, «da kommt dir etwas entgegen.»

Der Prüfstein hat den Schalter schon umgelegt

Erstmals seit vier Jahren trifft der EHC Wetzikon in den Playoffs wieder einmal auf den SC He­risau. 2019 setzten sich die Wetziker mit 3:0-Siegen durch. Nur mehr vier Spieler sind aus jener Mannschaft beim EHCW noch dabei: Adrian Rykart, Timon Vesely, Brent Buchmüller und Luzi Schneider. Für Letztgenannten sind es definitiv die letzten Playoffs, er hat auf Ende Saison den Rücktritt erklärt.

In der Qualifikation gewann Wetzikon zweimal gegen die He­risauer. Was das für die Playoffs heisst? Nichts. Genauso wie der Umstand, dass Herisau fünf seiner letzten sechs Spiele verlor. Die Appenzeller haben sich wegen ihrer Schwächephase erst in der letzten Runde den Platz in der K.-o.-Phase gesichert. Ihr Vorteil dadurch: Sie traten zuletzt schon mit der Dringlichkeit an, die es in den Playoffs braucht.

Der EHCW muss den Schalter indes erst umlegen. Diego Piceci geht davon aus, dass das dem Team das problemlos gelingt. Der Wetziker Sportchef sagt: «Da mache ich mir ­keine Sorgen. Wir sind ready.» Piceci bezeichnet den SC Herisau als guten Prüfstein. Zwei Merkmale des personell nicht so gut wie die Wetziker besetzten Gegners: Er spielt hart und aufsässig.

«Die kommen wie die Feuerwehr. Herisau ist gefährlich», zollt Piceci den Appenzellern Respekt. Und er ist überzeugt, dass der EHCW auf ein unbeschwertes Team trifft, das nach dem Erfolgserlebnis mit dem Playoff-Einzug an sich glaubt. Positiv für den EHC Wetzikon: Mit Herisaus gefährlichstem Stürmer muss er sich nicht herumschlagen. Timo Meier sitzt zwar im Vorstand, spielt aber in der NHL.

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