«Das ist kein lässiger Zeitpunkt»
FCG-Sportchef im Interview
Beim Zweitligisten FC Greifensee fehlt die Kontinuität auf dem Trainerposten. Sportchef Raphael Schoch nimmt Stellung.
Es scheint etwas verzwickt. In vier der fünf letzten Winterpausen musste der FC Greifensee auf die Suche nach einem neuen Trainer für seine Zweitliga-Mannschaft.
Der erst auf diese Meisterschaft verpflichtete Gianni Reggio hat nach der Vorrunde nämlich bereits genug und verlässt den Tabellensiebten der Gruppe 2.
Seit Ende 2018 war damit Drazenko Lakic als einziger Coach beim FCG mehr als eine Saison im Amt.
Gianni Reggio war erst ein halbes Jahr Trainer beim FCG – wie überraschend kam der Rücktritt?
Raphael Schoch: Wir bedauern den Entscheid und respektieren ihn natürlich. Mit einem möglichen Rücktritt hatten wir wirklich nicht gerechnet.
Was verbirgt sich hinter den «persönlichen Gründen»?
Die sind wie mitgeteilt persönlich. Darüber möchte ich mich nicht weiter äussern.
Der Verein musste schon vor einem Jahr einen Trainer suchen – wurde aber nicht wie erhofft fündig. Man setzte deshalb befristet auf eine interne Lösung. Ist ein solches Szenario erneut denkbar?
Das kann ich noch nicht sagen. Es sind schon diverse Bewerbungen reingekommen. Ich werde nun meine Ferien für die nötigen Gespräche nutzen und mir eine Strategie zurechtmachen. Wir möchten natürlich eine schnelle Lösung, nur schon deshalb, weil wir im Februar ins Trainingslager reisen.
Es ist auffällig, dass die letzten vier Trainer allesamt den FCG in der Winterpause verliessen …
Das ist natürlich kein lässiger Zeitpunkt. Doch jeder einzelne Fall ist anders gelagert.
Abschliessend: Wie ist das Idealbild des künftigen Trainers des FC Greifensee?
Er muss unsere Philosophie weiterführen. Also die Jungen integrieren und gleichzeitig den Umbruch vorantreiben. Ich mache mir da aber keine Sorgen. Wir sind gut unterwegs.