Sogar das Wahrzeichen wurde nicht verschont. Völlig frei von Schnee und Eis lag das Matterhorn diesen Sommer hoch über Zermatt. Der Anblick war für Einheimische ungewohnt und beängstigend – und er machte Schlagzeilen, weil Bergführer von Besteigungen abrieten.
Nicht weniger deutliche Spuren hinterliess der Hitzesommer in der von eindrücklichen Viertausendern gesäumten Umgebung mit ihren vielen Gletschern.
Auf einem davon, dem Theodulgletscher, trainieren die Schweizer Skirennfahrer regelmässig. Weltcupfahrer Gilles Roulin, der Speed-Spezialist aus Grüningen, kennt die Verhältnisse deshalb gut.
Und er macht sich nicht erst seit den Schlagzeilen diesen Sommer Gedanken. «Jedes Mal, wenn wir mit der Bahn hochfahren, fällt mir auf, wie schlecht der Gletscher aussieht. Du weisst: Es geht nur in eine Richtung, es wird nur noch schlimmer. Und du weisst auch, dass du als Athlet Teil des Problems bist.»

