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Der Horror-Crash hat ihn populär gemacht

Ruhig ist er – und überzeugt, dass viele seinen Fortschritt unterschätzen: Eine Begegnung mit dem Chinesen Zhou Guanyu, der kürzlich seinen Vertrag mit dem Hinwiler Team Alfa Romeo verlängerte.

Zhou Guanyu sitzt in einem Sitzungszimmer im Hinwiler Sauber-Werk. Vor ihm ein Tisch, überhäuft mit Fanartikeln, die er zum Teil schon unterschrieben hat und zum Teil noch signieren muss. Dass das nicht gerade seine Lieblingsbeschäftigung ist, daraus macht er keinen Hehl. Und doch sagt der in England lebende Chinese: «Ich bin gerne und oft hier. Es ist ja auch kein so weiter Weg.» 

Daran wird sich auch im nächsten Jahr nichts ändern: Das Team verlängerte den Vertrag mit dem 23-jährigen Chinesen vor einigen Wochen. Wie froh er darüber ist, daraus macht Zhou ebenso wenig einen Hehl. «Das ändert sehr viel», sagt er. «Wenn man spät im Jahr noch nicht weiss, was nächstes Jahr sein wird, ist das schwierig. Nun ist es eine Sache weniger, um die ich mir Gedanken machen muss.»

Die unverhoffte Popularität

Diesen Druck hat er nun also nicht mehr – dabei ist er einer, der mit Druck sehr gut umgehen kann. Das hat er schon mehrfach in seiner Karriere bewiesen und lächelt entsprechende Fragen fast schon weg. «Man muss mental sowieso stark sein, um der erste chinesische Formel-1-Fahrer zu werden», sagt er, als es um die Verarbeitung seines schweren Unfalles in Silverstone geht.

Ohne das Sicherheitssystem «Halo» über dem Cockpit hätte er sein Leben verloren – das war ihm unmittelbar nach dem Unfall bewusst, und doch sagt er: «Ich konnte gut damit umgehen.» Verändert hat der üble Crash nicht seine Einstellung zum Motorsport, sondern: «Er veränderte meine weltweite Popularität.» Zhou lacht fast verschämt, als er das sagt. 

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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