28 Jahre. Dies gilt als ideales Alter für einen Fussballer. Im E-Sport sieht es anders aus. Die Besten ihres Faches sind zwischen 16 und 24. «Da ist man frisch, motiviert und bereit, viel Zeit zu investieren», sagt Luca Boller, eben erst 28 geworden.
Der Fehraltorfer weiss, wovon er spricht. Er war der erste Schweizer Profi im eFootball-Bereich überhaupt. Beim FC Basel unter Vertrag, holte er zwei Meistertitel mit der Fussballsimulation «Fifa» von EA Sports. Im Schweizer eFootball-Natonalteam war er bis zuletzt sogar Captain.
Nun endete die Zusammenarbeit mit dem FCB nach fast fünf Jahren. Boller orientiert sich neu und steigt bei einem Weltkonzern im Marketing ein. Bei seinen Abschiedsworten auf den sozialen Medien wirkt sogar etwas Pathos mit.
Der Abgang von Boller kommt nicht so überraschend. Bereits vor einem Jahr hatte der FCB den nicht unumstrittenen E-Sport-Bereich an die Spezialisten von Capitals eStudios ausgelagert. Der Verein machte für den Entscheid «strategische und wirtschaftliche Gründe» geltend.

