So will der FC Wetzikon in die 2. Liga zurückkehren
Das Resultat spricht für sich. Wetzikon gewinnt das Derby der Drittliga-Gruppe 6 gegen Pfäffikon 3:0.
Es ist vermeintlich früh entschieden, da Gäste-Captain Gino Mächler nach einem Foul schon in der 37. Minute mit Rot vom Feld muss, kurz danach verwertet Deia Sträuli einen Handspenalty zum 2:0 für den FCW.
«Das Spiel ist für uns gelaufen», findet Assistenztrainer Patrick Leuenberger. «Und der Schiedsrichter hat auch ziemlich kleinlich gepfiffen.» Die Pfäffiker zeigen in der Folge zumindest Moral – und beklagen in numerischer Unterzahl bei einem Lattenschuss sogar etwas Abschlusspech.
«Wir sind zu passiv geworden», sagt Leuenberger. Statt des möglichen Anschlusstreffers fällt nach einem Konter aber trotzdem das 3:0 (82.). Für Miguel Oliveira Rocha ist es bereits der zweite Treffer im Spiel.
Vor wegweisenden Wochen
Während Pfäffikon sich durch die bereits dritte Niederlage im hinteren Tabellenfeld wieder findet, ist der FCW im Spitzenfeld klassiert. «Die Spiele im Oktober sind wegweisend. Da legt man die Basis für dir Rückrunde», ist für Leuenberger klar.
Und viele Punktverluste dürfen sich die Wetziker tatsächlich nicht erlauben, wollen sie während der ganzen Meisterschaft ein ernsthaftes Wort um den Aufstieg mitreden. Grund dafür sind die frühen Stolperer gegen Kloten (3:4) und Herrliberg 2 (1:1).
Die zweite Saison in Folge verbringt der FC Wetzikon bereits auf Stufe 3. Liga, nachdem es ihm in der Vorsaison hinter Herrliberg nur zu Platz 2 gereicht hatte.
Es ist eine Situation, die der Verein, zuletzt Mitte der 1980-er Jahre erlebt hatte. Seither war dem Oberländer Verein nach einer Relegation stets postwendend die Rückkehr in die 2. Liga gelungen.
Mehr Tiefe ins Kader
Unter Druck gesetzt fühlt sich Cheftrainer Antonio Convertito, der auf diese Saison hin mit Leuenberger das Zepter beim FCW übernommen hat, dadurch aber nicht.
«Die Saison ist noch jung», sagt er. Der 47-Jährige sieht sein Team viel mehr in einer Phase der Umstrukturierung.
Um einen bewährten Kern wurden weitere eigene Nachwuchskräfte nachgezogen – und mehr Tiefe ins Kader zu bekommen. «Wir wollen den Jungen Zeit geben. Und sie werden ja von Spiel zu Spiel besser», sagt Convertito.
Der neue Trainer spricht in diesem Zusammenhang von nachhaltiger Arbeit mit eigenen Kräften, die sich in ein bis zwei Jahren auszahlen soll.
Dies klingt nicht unbedingt nach einer Kampfansage an die ambitionierte Konkurrenz – vorneweg an die noch verlustpunklosen Kloten und Stäfa. Sie gelten als heisseste Kandidaten für einen möglichen Aufstieg.
FCW-Trainer Convertito äussert sich hierbei eher moderat. «Wir wollen aufsteigen – aber nicht um jeden Preis.»
