Unter Flutlicht bleibts für Sauber dunkel
Für das Hinwiler Team Alfa Romeo schaute im Rennen unter Flutlicht nichts Zählbares heraus. Valtteri Bottas verpasste im Grand Prix von Singapur als Elfter die Punkteränge lediglich um einen Platz, Guanyu Zhou schied nach einer unverschuldeten Kollision mit Nicholas Latifi im Williams aus.
Runde 7 war angebrochen, als Zhou im Kampf der Hinterherfahrer zum Überholen auf Nicholas Latifi im Williams ansetzte. Ein Dutzendmanöver im Rennsport. Doch der Milliardärssohn, der in dieser Saison schon so manchen Piloten zur Weissglut trieb, dachte nicht daran, in den Rückspiegel zu schauen, lenkte nach links ein, wie er das halt immer tut vor dieser Rechtskurve, und drückte den Chinesen in die Absperrung.
Der Fahrer des Schweizer Teams schlug ziemlich hart auf, ruckelte zwar noch zu einem der vielen Notausgänge des Kurses, der Safety-Car kam dennoch zum Einsatz, um seinen Wagen sicher zu bergen. Latifi schaffte es noch in die Box, das Rennen des Kanadiers war gleichwohl zu Ende.
Schreckmoment für Bottas
Zhou reist damit in der Woche, in der er beim Rennstall aus dem Zürcher Oberland einen Vertrag für 2023 unterschrieben hat, ohne zusätzliche Punkte weiter nach Japan, wo am Sonntag der nächste Grand Prix stattfindet.
Einer der Nutzniesser der vielen Ausfälle schien lange Zeit Zhous Teamkollege Valtteri Bottas zu sein. Doch als der Finne vom sich aufrappelnden Verstappen kurz vor Schluss noch überholt wurde, blieb ihm nur Rang 11.
Damit war sein aufregendster Moment derjenige, als George Russell im Mercedes früh im Rennen mit horrendem Tempo an ihm vorbeischoss, weil er sich verschätzt hatte, und den Frontflügel des Alfa Romeo touchierte.
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Sergio Perez im Red Bull gewann vor Charles Leclerc und Carlos Sainz in den Ferrari. Max Verstappen konnte als Siebenter seine erste Chance zum vorzeitigen Titelgewinn nicht nutzen.
Den Grundstein zu seinem zweiten Saisonsieg legte Perez gleich am Start. Nachdem der Beginn des Rennens wegen starken Regens um über eine Stunde hatte hinausgezögert werden müssen, schob sich der Mexikaner auf der noch leicht nassen Strecke noch vor der ersten Kurve an Leclerc vorbei.
Nach einer Reihe von Safety-Car-Phasen konnte der aus der Pole-Position gestartete Monegasse zwar wieder an Perez heranrücken, doch zwischenzeitlicher Probleme mit dem Motor konnte sich der Mexikaner bis zum Schluss an der Spitze behaupten.
Perez konnte sich seines Sieges erst zweieinhalb Stunden nach seiner Zieldurchfahrt sicher sein, weil er eine Sanktion durch die Rennleitung zu befürchten hatte. Ihm wurde vorgeworfen, dass er sich während einer Neutralisation des Rennens mehr als die erlaubten zehn Autolängen hinter den Safety-Car zurückfallen liess.
Er wurde dann auch belangt, doch der Zuschlag von fünf Sekunden auf seine Fahrzeit, den die Stewards als Strafe sprachen, konnte Perez verkraften. Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Leclerc hatte über sieben Sekunden betragen.
Verstappen blickt nach Japan
Ein Wochenende zum Vergessen erlebte Perez’ Teamkollege Max Verstappen. Der souveräne WM-Leader, der nach einer Benzin-Panne im Qualifying nur von Startplatz 8 ins Rennen gegangen war, wurde lediglich als Siebenter abgewinkt.
Damit verpasste es der Titelverteidiger im Red Bull, seinen zweiten WM-Titel vorzeitig klar zu machen. Die nächste Möglichkeit bietet sich dem 25-jährigen Niederländer bereits in einer Woche im Grand Prix von Japan in Suzuka. (rha/sda)

