Von Feuerwerken, faulen Ausreden und einem Gewitterregen
Seit bereits 19 Jahren besteht das Drei-Städte-Turnier in Uster – ein Wettbewerb mit Testspiel-Charakter. In dieser Zeit gab es einige beachtliche Anekdoten.
Die Konstante
Der FC Uster? Mitnichten. Seit 2003 immer mit dabei ist der FC Winterthur, während sich der FC Zürich und GC bei den Teilnahmen öfters abwechselten. Der FC Uster selbst nimmt mit einer Ausnahme (2005) erst seit 2015 teil.
Für die ersten Austragungen war jeweils eine Oberland-Auswahl mit Spielern aus den verschiedensten Klubs gebildet worden.
Die Pyroshow
Bei der dritten Ausgabe inszenierten sich GC-Fans mit verbalen Provokationen und dem Zünden von Feuerwerk und Knallkörper. Für Gefahrenpotenzial sorgten zudem Zuschauer, die sich direkt am Spielfeldrand aufhielten.
Aus dieser Erfahrung lernte der Veranstalter schnell – seither gibt es ein Sicherheitsdispositiv.
Die Fax-Absage
Die Grasshoppers sorgten 2006 mit ihrer Fax-Absage sechs Stunden (!) vor Beginn für Rote Köpfe. Als Grund nannte der Klub ein kurzfristig verschobenes UI-Cup-Spiel. Für Organisator Roland Leemann eine Ausrede. Er machte den damaligen Trainer Krassimir Balakov verantwortlich. «Nach meinem Wissensstand hat er keine Lust, in Uster anzutreten.»
So oder so: In die Bresche sprang der damalige Challenge-League-Verein YF Juventus.
Der Veranstaltungsort
2007 wurde auf der Heusser-Staub-Wiese statt im Buchholz gespielt. Im letzten Match zwischen GC und Winterthur setzte ein heftiger Gewitterregen ein, sodass der Grossteil der Besucher Zuflucht am Waldrand unter den Bäumen suchte.
Nur einige GC-Fans harrten aus, zogen sogar ihre T-Shirts aus und skandierten: «1, 2, 3, oberkörperfrei».
Das Austragungsdatum
Bis 2014 fand das Turnier vornehmlich in der Sommerpause statt.
Seither hat sich die Länderspiel-Pause im September bewährt. Auch wenn in dieser Zeitspanne bei den Profiklubs die Nationalspieler fehlen.
