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Zwei 85-Jährige und ganz viele Daniels und Müllers

Am Greifenseelauf gibt nicht nur eine Ausnahmeathletin ihren Abschied. Erstmals findet auch eine Zweier-Staffel statt.

Bei der diesjährigen Ausgabe sind rund 7000 Läuferinnen und Läufer gemeldet., Die Wetzikerin Fabienne Schlumpf ist in der Zweier-Staffel unterwegs., Für Nicola Spirig ist es der letzte Auftritt als Profi.

Archivfoto: David Kündig

Zwei 85-Jährige und ganz viele Daniels und Müllers

Rund 5000 Läuferinnen und Läufer nahmen bei den letzten beiden Austragungen teil. Der Greifenseelauf erstreckte sie pandemiebedingt als «The Special One» jeweils über mehrere Tage. Organisator Markus Ryffel sagte dazu: «Auch dieses Format hat seine Anhänger gefunden.»

Spirig-Show und Ustermer Highlight

22.09.2019

40. Greifenseelauf

Die Jubiläumsaustragung sorgte für Begeisterung, und mit Nicola Spirig gab’s die prominente Wunsc Beitrag in Merkliste speichern Nun ist er aber nur froh, dass die sorgenvolle Zeit vorbei ist – und die 43. Ausgabe vom Samstag wieder unter normalen Umständen stattfindet. «Wir erleben eine Renaissance der Zwischenmenschlichkeit», ist der frühere Spitzenläufer überzeugt.

So viele Personen laufen

Corona hat deutliche Spuren in der Laufszene hinterlassen: Obwohl es keine Einschränkungen mehr gibt, beklagen fast alle Veranstaltungen einen Schwund bei den Teilnehmerzahlen. Während bei der letzten herkömmlichen Austragung 2019 über 13’000 Personen teilnahmen, sind nun nur rund 7700 Läufer gemeldet.

Es ist ein gesamtschweizerisches Phänomen, beklagen doch auch andere Organisatoren noch 50 bis 60 Prozent im Vergleich zu Vor-Corona. Die beliebteste Distanz ist der Halbmarathon, den rund 3700 bestreiten.

Diese Läufer nehmen teil

73 Prozent kommen aus der Region Zürich. Dahinter folgen die Kantone St. ​Gallen, Aargau und Bern.

Zentrum Uster wird wegen Greifenseelauf gesperrt

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Grössere Verkehrseinschränkungen

Aufgrund des Greifenseelaufs werden am Samstag, 17. href=”/flag/flag/np8_favorites/3316217?destination=batch&token=cddfImn8dJ704PWnIayM1S5Ejd7NwW4Kt4tikIWUvFQ” title=”” class=”no-tts use-ajax flag flag-np8_favorites flag-np8_favorites-3316217 action-flag”>Beitrag in Merkliste speichern Das Durchschnittsalter beträgt 35 Jahre. Die ältesten beiden Läufer haben Jahrgang 1937, die jüngsten teilnehmenden Kinder wurden erst vor drei Jahren geboren. 21 Personen feiern just am Greifenseelauf ihren Geburtstag. Gleich 94 Läufer heissen Daniel, darauf folgen im Vornamen-Ranking Thomas (87) und Michael (72). Bei den Nachnamen liegen Müller (57), Huber (40) und Meier (39) vorne.

Der Geschlechteranteil ist bei 60 Prozent Männern und 40 Prozent Frauen – dieser Vergleichswert entspricht den jüngsten Austragungen.

Die Sieger aus der Region 

Gerade in den letzten Jahren triumphierten vermehrt Läuferinnen und Läufer aus der Region. Dabei ist Tadesse Abraham mit insgesamt fünf Erfolgen (2011, 2013/14, 2017/18) sogar der Rekordsieger des Anlasses.

In diesem Jahr fehlt der 40-Jährige vom LC Uster allerdings. Der zwei­fache Europameister nimmt am Wochenende an einem Halbmarathon in Kopenhagen teil. 

Unlängst waren ausserdem Abrahams Klubkollege Simon Tesfay (2016) und bei den Frauen die Wetzikerin Fabienne Schlumpf (2018) erfolgreich.

Zweier-Staffel mit Schlumpf

Neben dem Halbmarathon, dem 10-km- und 5-km-Lauf ist erstmals auch die Zweier-Staffel im Programm. Die Schweizer Marathon-Rekordhalterin Fabienne Schlumpf bildet dabei mit der Ustermerin Sara Leutwiler eine von insgesamt 110 solcher Staffeln. Leutwiler wurde aus ins­gesamt 150 Bewerberinnen ausgewählt.

«Weshalb sollte Fabienne genau dich wählen?» Diese Frage mussten die Interessenten zuvor in einem Webformular beantworten.

Schlumpf entschied sich schliesslich unter den letzten drei Verbliebenen für Leutwiler. Für die 49-Jährige ist es der bereits 23. Start am Greifenseelauf. Besonders daran: Schlumpf bestreitet die gesamten 21,1 km, ihre Partnerin begleitet sie auf den letzten 9,8 km ab Maur.

Spirig letztes Profi-Rennen

Es ist ihr letzter Auftritt: Nicola Spirig, Triathlon-Olympiasieger von 2012, beendet mit dem Greifenseelauf ihre Profikarriere. Für die 40-Jährige ist es nach 2013 (4.), 2014 (2.) und 2019 (1.) die vierte Teilnahme.

Nebst Spirig konnte übrigens mit Rosa Mota erst eine Olympiasiegerin das Traditionsrennen gewinnen – die Portugiesin siegte dafür bis 1994 gleich viermal.

Den zweiten möglichen Sieg von Spirig bei ihrer Dernière könnten Beatrice Cherono (KEN), Serkalem Mekonnen Mengiste (ETH) oder auch Andrea Meier verhindern.

Die 29-Jährige vom LC Uster wurde vor drei Jahren gute Dritte. Sie verlor damals 2:20 Minuten auf Gewinnerin Spirig. Erst im März hatte Meier SM-Bronze im Halbmarathon gewonnen.

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