Keiner prägt das Angriffsspiel von Pfadi Winterthur so wie der Ustermer Kevin Jud. Seit er im Sommer 2013 aus Stäfa nach Winterthur kam, treibt er die Offensive an. Er hält das Steuer in der Hand, ist Regisseur, Passgeber und Torschütze – einer der dominantesten Spieler der Liga. Weshalb er 2019 nach seinem besten Jahr nicht zu deren MVP gewählt wurde, bleibt auf ewig ein Rätsel.
Kein Wunder kommentiert Goran Cvetkovic, sein Trainer, die Vertragsverlängerung so: «Eine sehr gute und sehr wichtige Nachricht. Als Spieler verkörpert er die Konstanz, die Pfadi seit Jahren in den Resultaten hat. Seit er hier ist, waren wir nie schlechter als auf Platz 3. Er hat auf dem Feld am meisten mitgewirkt, er ist praktisch nie ausgefallen.»
Im Gegensatz zu vielen Teamgefährten blieb Jud von schwereren Verletzungen verschont. «Ich hatte Glück, dass mein Körper das alles mitgemacht hat», bemerkt er. Auch sein Spielstil komme ihm entgegen, er sei keiner, der sich «auf den grössten Abnützungskampf» einlasse.
Zentrale Rolle im «Restart»
Juds Konstanz schlägt sich in der Statistik nieder. Mit 405 NLA-Einsätzen liegt der 29-Jährige auf Platz 15 des Allzeit-Rankings. Mit 1735 Treffern belegt er Platz 10 unter den besten Torschützen. Letzten Donnerstag beim Sieg über den BSV Bern überholte er Chi-Hyo-Cho, Pfadis Meister-Linkshänder, und dürfte nächstens Marcel Hess (1787), den ehemaligen Teamkollegen, von Platz 9 verdrängen. Nicht gezählt sind Juds Unmenge von Assists, die zu Toren führten.

