Zhou beendet die Durststrecke
Nach sechs punktelosen Auftritten gab es in Monza für das Hinwiler Team Alfa Romeo einen kleinen Lichtblick: Zhou Guanyu holte als Zehnter einen WM-Punkt. «In der zweiten Saisonhälfte waren wir bisher nicht gut genug, darum freue ich mich umso mehr über diesen Punkt», sagte der Chinese nach dem GP von Italien.
Gestartet war er vom 9. Rang aus, doch dass er diesen nicht würde halten können, war schon vor dem Rennen absehbar. Unter anderem starteten Lewis Hamilton im Mercedes, Sergio Perez im Red Bull und Carlos Sainz im Ferrari nach Rückversetzungen hinter ihm. Letzlich spülten ihn die Ausfälle von Fernando Alonso (Alpine) und Daniel Ricciardo (McLaren) zurück in die Top Ten.
Bottas früh praktisch ohne Chance
Auch Valtteri Bottas sah eine Chance auf Punkte, obwohl er nach einem Motorenwechsel und einer Rückversetzung vom 15. Platz aus ins Rennen ging. Doch der Finne fuhr in der ersten Schikane auf Kevin Magnussen im Haas auf und verlor Teile am Auto. Bottas konnte zwar weiterfahren, fiel aber bis ans Ende des Feldes zurück und wurde am Ende 13.
Positiv für Sauber: Beide Piloten sahen die Zielflagge – das war bisher erst in der Hälfte der Rennen der Fall. Und in der Konstrukteure-WM droht wenigstens keine Gefahr von hinten – der 6. Rang sieht derzeit ziemlich gesichert aus.
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Etwas ärgerlich für Zhou war, dass er nicht an Nyck De Vries im Williams vorbei kam. Der Holländer feierte ein sensationelles Debüt in der Formel 1. Kurzfristig sprang er für Alexander Albon ein, der wegen einer Blinddarmentzündung ins Spital musste. De Vries, der am Freitag noch im Aston Martin getestet hatte, qualifizierte sich dann im Williams vor seinem erfahrenen Teamkollegen Nicholas Latifi und beendete das Rennen als Neunter.
Pfiffe fürs Safety-Car
De Vries’ Landsmann Max Verstappen feierte derweil seinen fünften Sieg in Serie und seinen elften in dieser Saison. Der Weltmeister setzte sich im Red Bull vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und George Russell im Mercedes durch – und musste sich am Ende nicht einmal mehr gegen Angriffe wehren: Das Rennen ging hinter dem Safety-Car zu Ende, nachdem Ricciardo seinen McLaren abgestellt hatte. Die Tifosi in Monza quittierten das mit einem gellenden Pfeifkonzert.
Verstappen dürfte es egal sein. In drei Wochen in Singapur kann er bereits seinen zweiten Weltmeistertitel in trockene Tücher bringen.
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