Es braucht einige Anläufe, bis es klappt. Bei Kontaktversuchen ist öfters Geduld gefragt, bis Ursal Yasar reagiert. Man könnte dadurch eine gewisse Unnahbarkeit erwarten.
Davon ist beim Termin auf der Schützenwiese aber gar nichts zu spüren. Der Trainer des FC Rüti ist einnehmend. Schon von weit her winkt er dem Platzwart zu, der bei Gluthitze seine Runden mit dem Rasenmäher dreht. Überhaupt: Schattenplätze sind rar. Das Gespräch findet deshalb auf der etwas aus der Zeit gefallenen Tribüne statt.
Angereist ist Yasar direkt aus seiner alten Heimat. «Wann immer möglich, gehe ich ein- oder zweimal in der Woche zu Besuch», sagt er. Mit der alten Heimat ist das Glarnerland gemeint, dort, wo Yasar aufgewachsen ist. Seine ganze Familie lebt noch immer in Niederurnen.
Und hier startete und endete auch seine Karriere als aktiver Fussballer beim FC Glarus. 16 Jahre jung ist er, als er nach ersten Einsätzen in der 1. Liga dem Ruf des grossen FCZ folgt. 2008 kehrt er nochmals für ein halbes Jahr als Spieler in die Kantonshauptstadt Glarus zurück. Den Abstieg aus der 2. Liga interregional kann aber auch der Stürmer mit den türkischen Wurzeln nicht mehr verhindern.

