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Näniker Rekord-Nationalspielerin tritt ab

135-mal ist Tanja Stella fürs Schweizer Unihockey-Nationalteam aufgelaufen – so häufig wie keine andere Spielerin. Und hat auf Klubebene viele Titel gewonnen. Jetzt legt sie den Stock beiseite.

Näniker Rekord-Nationalspielerin tritt ab

Von solchen Zahlen und Erfolgen können andere nur träumen: 135 Partien hat Tanja Stella für das Schweizer Nationalteam absolviert. Die Nänikerin hat an sieben Weltmeisterschaften teilgenommen. Siebenmal wurde sie mit den Kloten-Dietlikon Jets Schweizer Meister, gewann mit den Unterländerinnen dazu fünfmal den Cup. 

Weitere Erfolge oder Länderspiele werden allerdings nicht mehr hinzugekommen. Stella hat im Alter von 34 genug vom Leistungssport und ihren Rücktritt erklärt. 

Der Entscheid löst schon Wehmut bei ihr aus, bevor im September die neue Saison beginnt. Stella sagt, sie werde alles am Unihockey vermissen: Die Emotionen, die Freundschaften, die Kritik.

«Aber auch hinzufallen und wieder aufzustehen, nie zufrieden zu sein und immer mehr zu wollen.» Natürlich habe sie neue Ziele und Aufgaben, sagt die Oberländerin. Und weiss zugleich: «Aber die können das Unihockey niemals ersetzen.»

Mit 17 erhielt Stella 2005 das erste Aufgebot für das Schweizer A-Nationalteam, vier Jahre später kam sie zur Länderspiel- und WM-Premiere. Seither war die Nänikerin fester Bestandteil der Landesauswahl.

Sie verpasste keine einzige WM mehr und wurde mit ihren 135 Einsätzen zur Rekord-Nationalspielerin. Vier Bronze- und zwei Silbermedaillen gewann Stella im Schweizer Trikot. Die Einsätze mit dem Nationalteam seien für sie immer der Lohn für jede Trainingsstunde gewesen, sagt sie. 

Intermezzo bei den Männern

Das letzte Jahr ihrer Karriere verbrachte die Verteidigern bei IK Sirius IBK in der höchsten schwedischen Liga, in der sie bereits zuvor zweimal bei Endre gespielt hatte. Während sie im Norden für verschiedene Vereine antrat, blieb Stella in der Schweiz dem Klub treu, mit dem sie 2006/2007 ihre erste Saison in der höchsten Liga absolvierte.

Sie spielte ausschliesslich für die Kloten-Dietlikon Jets, feierte zahlreiche Erfolge mit ihnen. Neben den nationalen Titeln konnte sie mit den Unterländerinnen auch über den Europacupsieg jubeln.

128 Spiele fürs Nationalteam waren es zum Zeitpunkt des Videodrehs, später kamen noch sieben hinzu. (Quelle: youtube.com)

Eigentlich hatte Stella bereits im Frühling 2018 genug vom Unihockey, der Rücktritt war beschlossene Sache. Doch nur wenige Monate danach kam sie auf ihren Entscheid zurück. Zu gross war der Hunger noch.

Beim damaligen B-Ligisten UHC Pfannenstiel fand sie im Training die Freude am Unihockey wieder. Ein Mitwirken in der Meisterschaft der Männer war aber utopisch, Stella kehrte zu den Jets, ihrem Stammverein zurück. Vier Jahre später verlässt eine der erfolgreichsten Schweizer Unihockeyspielerinnen die Bühne endgültig. (ome)

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