Die Red Dragons sind sie noch immer. Und doch ist der vor Jahren eingeführte Name nur noch abgekürzt, quasi verkümmert erkennbar. Die einzigen Erstliga-Handballer aus der Region steigen nämlich nun als SG RD Uster/GC Amicitia in die neue Meisterschaft.
Der TV Uster hat sich also zu einer Spielgemeinschaft mit dem Stadtzürcher Grossklub zusammengeschlossen. Es ist ein pragmatischer Entscheid. «Wir hatten einen Goalie und acht Feldspieler – darunter noch Verletzte. Es waren deshalb intensive Gespräche nötig», sagt Sportchef Rolf Schärer.
Grund für den eigenen personellen Engpass ist ein Umbruch. Top-Torschütze Peter Balsiger, Kenneth Tan und Captain Gianluca Schaub schlossen sich allesamt NLB-Aufsteiger GC Amicitia/HC Küsnacht an. Dazu kommt, dass sich Torhüter Fabrizio Steiner – auch er ein Leistungsträger – für eine Pause entschieden hat.
Laut Schärer wären dadurch sechs oder sieben neue Spieler nötig gewesen, um wieder eine vernünftige Spielerdecke hinzukriegen. Dies durch externe Kräfte zu schaffen, erwies sich schnell als unwahrscheinliches Szenario. Verworfen wurde zudem die Idee, die beiden Ustermer Aktivteams für die Trainings zusammenzulegen, die Saison aber separat zu bestreiten. «Das hätte nicht gepasst. In der zweiten Mannschaft steht der Spass im Vordergrund», sagt Schärer.

