Er gehört zu den jüngsten, die in Magglingen trainieren. Noch ist der 20-Jährige nicht in der Nationalmannschaft angekommen, sondern erst in der Vorstufe dazu, dem erweiterten Nationalkader. Doch Ian Raubal aus Fällanden ist auf bestem Weg, daran etwas zu ändern.
Wobei «aus Fällanden» nicht ganz richtig ist: Raubal lebt in Fällanden – in der Schweiz ist die Familie aber erst seit 2011. Zur Welt kam er in Wien, später lebte er im deutschen Münster sowie in Santa Barbara in Kalifornien.
In den USA begann er mit dem Kunstturnen, und dass er Potenzial hat, wurde schnell klar. Er war noch keine zehn Jahre alt, als er schon 16 Stunden pro Woche trainierte.
Nun wird Raubal («ich bin der erste Schweizer in der Familie») in einem Monat 21-jährig – und was er an den Schweizer Meisterschaften in Montreux Ende Juni zeigte, beeindruckte nicht zuletzt auch ihn selber: Er holte Mehrkampf-Silber.

