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Der FCW versucht es mit einem neuen Trainer

Der FC Wetzikon muss eine weitere Saison in der 3. Liga verbringen. Er tut das mit einem neuen Trainer.

«Auswechseln», zeigt Roman Marostica an. Wetzikons Trainer wird bald durch Antonio Convertito (kleines Bild) ersetzt.

Archivfotos: Christian Merz/PD

Der FCW versucht es mit einem neuen Trainer

Es wäre zu schön für den FC Wetzikon gewesen. Just zum 100. Geburtstag des Vereins den Wiederaufstieg in die 2. Liga zu feiern. Und gerade am letzten Wochenende wäre mit dem gleichzeitig stattfindenden Stadtfest alles angerichtet gewesen.

Doch seit Samstag ist klar: Der Aufsteiger heisst Herrliberg. Der Seeklub ist nach dem 1:0-Sieg gegen die Reserven des FC Uster nicht mehr von der Spitze der Gruppe 6 zu verdrängen. «Herrliberg hat die spielerisch stärkste Mannschaft der Gruppe», sagt FCW-Sportchef Veysel Özkul.

Zum Liftklub geworden

Dennoch dürfte ihn der verpasste Aufstieg wurmen. Die Oberländer waren es nämlich, die dem FCH die einzigen beiden Saisonniederlagen zufügten. Wetzikon selbst patzte derweil zu oft gegen die vermeintlich schwächeren Teams.

«Wir wollen möglichst bald wieder in die 2. Liga – aber nicht um jeden Preis.»
Sportchef Veysel Özkul

Es ist ein sportliches Auf und Ab, das der FCW nun schon seit einigen Jahren erlebt – mit zwei Aufstiegen (2017, 2019) und drei Abstiegen (2016, 2018, 2021). An den eigenen Ansprüchen hat sich aber nie etwas geändert.

«Wir wollen möglichst bald wieder in die 2. Liga – aber nicht um jeden Preis», sagt Özkul. Er hebt die gute Juniorenarbeit im Verein hervor. Es gebe einige talentierte Versprechen in der Nachwuchsabteilung.

Tatsächlich spielt der FCW in den A- bis C-Altersstufen derzeit in der höchsten Klasse (Youth League). Ein gewisses Reservoir an Spielern müsste also für die Zukunft vorhanden sein.

Marostica muss nach anderthalb Jahren gehen

Während es im Wetziker Kader trotz des verpassten Wiederaufstiegs nur zu wenigen Mutationen kommen dürfte, wird der Staff neu ausgerichtet.  Für Trainer Roman Marostica endet die Zeit beim FCW nach eineinhalb Jahren. Im Verlauf dieser Rückrunde habe er sich entschieden, es mit einem neuen Trainer zu versuchen, so Sportchef Özkul.

Marostica hingegen sagt, er habe auf eine Zusammenarbeit über die Saison hinaus verzichtet. Der Grund dafür: Man habe ihm die Entschädigung um rund 30 Prozent kürzen wollen.

Sein Amtsantritt stand damals unter ­einem schlechten Stern. Eine echte Chance auf den Ligaerhalt in der 2. Liga war ihm im Juni 2021 aufgrund der verkürzten Saison (nur drei Spiele) verwehrt geblieben. 

Der Neue hat ein bekanntes Gesicht

Marosticas Nachfolger ist mit Antonio Convertito kein Unbekannter. Der 47-Jährige hatte beim FCW zuletzt Gabor Gerstenmaier bis Ende 2020 assistiert. Dieselbe Rolle inne hat Convertito derzeit bei Pfäffikon. Cheftrainer war er ausserdem einst bei Gossau 2.

«Toni hat uns in den Gesprächen am meisten überzeugt», begründet Özkul die Wahl. An Convertitos Seite fungieren wird Patrick Leuenberger. 

Eine interessante Randnotiz dazu: Leuenberger hätte vor zehn Jahren eigentlich Marostica schon einmal als Trainer ablösen sollen – beim FC Gossau. Nach internen Querelen, die im Rücktritt von Präsident Fredi Keller gipfelten, kam es aber noch zu einer Kehrtwende. Eine solche ist in Wetzikon nicht zu erwarten.

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