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Deshalb muss der FC Fehraltorf absteigen

Trotz einer verbesserten Rückrunde steht bereits zwei Runden vor dem Saisonende fest: Der FC Fehraltorf muss nach sieben Jahren wieder in die 4. Liga absteigen.

Hängende Köpfe: Nach der 13. Saisonniederlage ist der Abstieg definitiv., Schon wieder verloren: Fehraltorf (hier Fabian Palma) musste sich Rüti 2 3:4 geschlagen geben., Trotz der Zurufe von der Trainerbank blieb Fehraltorf ohne Punkte.

Foto: Christian Merz

Deshalb muss der FC Fehraltorf absteigen

Am Ende blieb nach dem Schlusspfiff bei den Spielern nur eine grosse Leere. Aus dem erhofften Sieg wurde für den FC Fehraltorf nichts.

Stattdessen setzte es im Strichkampf der Drittliga-Gruppe 6 eine 3:4-Heimniederlage gegen Rüti 2 ab. Sie besiegelte zwei Runden vor Schluss bereits den Abstieg, Damit müssen die Oberländer nach sieben Jahren einen neuen Anlauf in der 4. Liga nehmen.

Der FCF zeigte in diesem kapitalen Match durchaus Moral. Er war bereits in der fünften Minute durch Alexy Vangrinsven in Führung gegangen, und konnte sogar zweimal auf einen Rückstand reagieren. Zuletzt in der 88. Minute, als Jeffrey Medina zum viel umjubelten 3:3-Ausgleich traf.

In der verbleibenden Zeit warfen die Fehraltorfer nochmals alles nach vorne. Statt des erhofften Siegestreffers fiel aber noch tief in der Nachspielzeit das entscheidende vierte Tor der Rütner. 

In einer neuen Gruppe 

Klar ist: Den Gang in die 4. Liga muss der FCF nicht wegen dieser einen Niederlage antreten. Selbst bei einem Erfolg hätte im Saisonfinish einiges für ihn laufen müssen, um die drohende Relegation noch abzuwenden.

«Wir haben die Vorrunde total verpennt.»
Marc Blösch, Trainer

Und dafür war eigentlich schon in der gesamten Meisterschaft viel zu viel schief gegangen. «Wir haben die Vorrunde total verpennt», sagt der seit September 2020 als Trainer amtierende Marc Blösch. Von der erhofften Platzierung im vorderen Tabellenfeld nach dem Wechsel in die Oberland-Gruppe waren die Fehraltorfer also bereits weit entfernt.

Blösch spricht von vielen Verletzten, will die Misere aber nicht alleine an diesem Umstand aufhängen. Untermauert werden die klaren Worte des Coaches durch die Zahlen. Noch sieglos überwinterten die Fehraltorfer mit lediglich vier Punkten auf einem Abstiegsplatz.

Fatale Forfait-Niederlage

In der zweiten Hälfte der Meisterschaft schien es dann tatsächlich zuweilen, als würden sie nochmals die Kurve kratzen. Zuerst knüpfte Fehraltorf dem FC Pfäffikon ein Punkt ab, ehe mit Wetzikon sogar ein weiterer Aufstiegskandidat 3:2 niedergerungen wurde.

Der gute Trend bestätigte sich zudem beim 2:2 in Wald – nach einem 0:2-Rückstand. Und durch den klaren Sieg über Mönchaltorf-Egg.

Doch die Morgenröte war nur von kurzer Dauer. Das Spiel gegen Wetzikon ging wegen des Einsatzes eines gesperrten Akteurs nachträglich 0:3 forfait verloren (Blösch: «Ein Riesenbock von mir»). Fehraltorf konnte sich dadurch keine Patzer mehr leisten. Und verlor in Stäfa nach einer 2:0-Führung noch 2:3.

«Es wäre fast in allen Partien etwas dringelegen», ist die Erkenntnis von Trainer Blösch. Nur hilft sie dem FCF nichts.

Und doch lässt sich der 39-jährige Trainer vom sportlichen Tiefschlag nichts unterkriegen. Im Gegenteil: Blösch spürt einen guten Rückhalt von Seiten des Vorstands im Verein, und bleibt deshalb auch über den Sommer hinaus mit seinem Co-Trainer Raphael Steiner bei Fehraltorf an der Seitenlinie.

Das Ziel: Der sofortige Wiederaufstieg. «90 Prozent des Kaders bleibt zusammen», sagt Blösch. Es ist eine gute Basis um nach einer verkorksten Saison wieder in die Spur zu finden.

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